Von wegen 4. Mai
Bundeskanzlerin Merkel sagte, in den Schulen gehe es erst in gut zwei Wochen los. Dabei haben die Regierungschefs etwas Anderes vereinbart – verständlicherweise.
ES SAH NACH der ganz großen Einigkeit aus. Dem Signal föderaler Geschlossenheit im Kampf gegen das Coronavirus, das sich alle gewünscht hatten – die Regierungschefs von Bund und Ländern selbst womöglich am meisten.
Vom 4. Mai an, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Pressekonferenz gestern Abend, würden die Schulen schrittweise wieder öffnen. So lässt es sich auch in der Zusammenfassung der Corona-Beschlüsse auf der Website der Bundesregierung nachlesen: "Der Schulbetrieb soll ab 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden – zunächst prioritär für Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge sowie die letzte Klasse der Grundschule." Und so berichteten es anschließend auch die Zeitungen und Online-Medien, auch ich hier im Blog : Bis zum 4. Mai bleiben die Schulen bundesweit zu, dann geht es Stück für Stück wieder los.
Minuten später verkündeten die ersten Ministerpräsidenten: Es geht schon im April los
Umso mehr irritierte, dass nur Minuten nach der Berliner Pressekonferenz erste Landesregierungen scheinbar abweichende Fahrpläne verkündeten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Achim Laschet (CDU) zum Beispiel, der sich in den Tagen zuvor mit Forderungen nach einem möglichst schnellem Unterrichtsbeginn profiliert hatte, teilte mit, dass die Abiturienten schon vom kommenden Montag, also vom 20. April an, in die Schulen kommen werden.
Er blieb ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen