Maximal vergeigt
Die Freie Universität und Franziska Giffeys Doktorarbeit: Was die FU seit Aufkommen der Plagiatsvorwürfe veranstaltet, ist an Unprofessionalität nicht zu überbieten. Das muss Konsequenzen haben.

Gebäudekomplex der FU Berlin (Rost- und Silberlaube) . Foto: user:torinberl , CC BY-SA 3.0 .
EGAL, WIE DIE ERNEUTE ÜBERPRÜFUNG der Doktorarbeit von Franziska Giffey ausgeht, es wird Konsequenzen geben müssen. Und zwar für das Präsidium der Freien Universität. Denn was die FU seit Aufkommen der Plagiatsvorwürfe gegen die SPD-Politikerin veranstaltet, ist an Unprofessionalität kaum zu überbieten.
Angefangen hatte alles mit Recherchen von VroniPlag Wiki. Der Spiegel berichtet im Februar 2019, die Online-Plattform habe bereits auf 49 von 200 Seiten der Doktorarbeit Giffeys verdächtige Textstellen identifiziert. Woraufhin Giffey mitteilte, sie habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet, und die FU, an der sie promoviert wurde, um die Einleitung eines Prüfverfahrens bat.
Das zog sich über acht Monate. Erst im Oktober 2019 kam die eingesetzte Prüfungskommission zu dem Ergebnis, die Dissertation enthalte 27 Stellen, die als "objektive Täuschung" zu bewerten seien und auf bedingten Vorsatz hindeuteten. Doch seien die Vergehen qualitativ und quantitativ weniger gravierend als von VroniPlag Wiki dargestellt. Woraufhin das Präsidium entschied, Giffey eine Rüge zu erteilen, ihr aber den Titel ...
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