Jenseits des akademischen Tellerrands
Alle reden von Transfer in der Forschung. Wie aber geht eigentlich Transfer in der Lehre? Ein Gastbeitrag von Albert Kümmel-Schnur, Johanna Vogt, Karin Bürkert, Matthias Möller und Sibylle Mühleisen.

Stolpersteine in einem Gehwegpflaster (Symbolbild). Foto: Hans Braxmeier / Pixabay.
RAPHAELA BREISCH UND PIA EMMRICH, Studentinnen an der Uni Konstanz, freuen sich. Ihre Arbeit zu den 'Euthanasie' genannten Ermordungen geistig Behinderter in der Tötungsanstalt Grafeneck bei Tettnang hat dazu geführt, dass der Tettnanger Gemeinderat die Setzung eines ersten Stolpersteines diskutiert. Für die beiden Studentinnen ist das ein großer Erfolg: ihre aufwändige wissenschaftliche Recherchearbeit im Rahmen eines Lehrprojektes zur Neugestaltung des Tettnanger Stadtmuseums führte rasch zu einer politischen Diskussion und vielleicht, das zu glauben gibt es jeden Grund, zu einer Veränderung des öffentlichen Erscheinungsbildes Tettnangs.
Ein typisches, aber auch besonders eindringliches Beispiel für Hochschullehre an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Arbeit und gesellschaftlicher Relevanz. Eines, das die Studierenden motiviert und gleichzeitig persönlich voranbringt. Das Besondere an solchen Projekten des Lehrtransfers ist, dass sie nicht im Schutzraum Hochschule verbleiben, sondern die Hochschulen hierfür mit externen Partnern kooperieren.
Auch Lehrende, so konnte jüngst eine Umfrage des " Verbunds transferorientierter Lehre Baden-Württembergs " und des ebenfalls in Baden-Württemberg angesiedelten Strategieverbunds " KulturWissen ...
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