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Die Millionenlücke

Die Energiekrise erwischt auch die Hochschulen heftig. Drohen im Herbst geschlossene Hörsäle, Distanzlehre und abgeblasene Experimente? Klar ist: Auch die Hochschulen brauchen Unterstützung.

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Artikelbild: Die Millionenlücke

Foto: ChNPP , CC BY-SA 3.0 .

DAS DEUTSCHE STUDENTENWERK (DSW) hat vergangene Woche Alarm geschlagen: Die Studierendenwerke, deren Dachverband das DSW ist, könnten die explodierenden Energie- und Lebensmittelkosten nicht mehr aus eigenen Mitteln kompensieren. Steigende Mensa- oder Wohnheimpreise für Studierende wären aber Gift für die Chancengleichheit, warnt DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl.

Von den Hochschulen und ihrer Bundesvertretung, der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), war zu den Folgen der Energie-Inflation dagegen bislang wenig Lautstarkes zu hören. Vielleicht weil sich in der öffentlichen Debatte gerade vieles um "#IchBinHanna" dreht. Im Hintergrund allerdings ist die Aufruhr in den Rektoraten groß. Und die Sorgen sind gewaltig. Denn die drohenden Lücken sind es auch.

Zum Beispiel an der RWTH Aachen: Deutschlands größte technische Universität hat vergangenes Jahr knapp 30 Millionen Euro für Strom, Gas und Fernwärme ausgegeben. Seitdem sind die Verbraucherpreise für Gas auf fast das Dreifache gestiegen, die für Strom um rund ein Fünftel, und die Schwankungen an den Strombörsen sind enorm. Keiner kann sagen, was noch kommt, aber eine Verdopplung der Gesamt-Energierechnung bis nächstes Jahr scheint eher wahrscheinlich als ausgeschlossen.

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Kommentare

#1 -

Michael | Mi., 13.07.2022 - 13:05
Vermutlich werden im Herbst unter dem Argument der Covid-Pandemie wieder die Hochschulen geschlossen, um in Wirklichkeit Energie zu sparen. Die höheren Energiekosten werden dann auf die Mitarbeitenden und Studierenden abgewälzt, die zu Hause arbeiten bzw. studieren.

#2 -

Jana | Do., 14.07.2022 - 12:04
Oder umgekehrt. Die Energieknappheit nutzen, um den Studierenden doch wieder die Präsenz zu verbieten, um es nicht mit Corona begründen zu müssen, weil sich die Umstände diesbezüglich geändert haben, und sie dann aber auf deren eigene Kosten in ihre Wohnungen mit teuren Heiz- und Stromkosten zu treiben, ohne die finanziellen Mittel dafür zu haben (befürchte das auch wieder für Büroangestellte). Eigentlich müssten aufgrund der finanzieller Ressourcen Studierender vor allem die Hochschulen offen bleiben mit Hilfe der Länder bezüglich der Energiekosten.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass egal ist, ob Corona oder Energieknappheit. Hauptsache der Digitalzug kommt endlich in Schwung. ...

#3 -

Jana | Do., 14.07.2022 - 12:24
Und die Einschätzung von Herrn Wiarda bezüglich des sich jetzt rächenden Sanierungsstaus kann ich nur bestätigen. Man kann bei mehr als 70% der Hochschulgebäude davon ausgehen, dass diese vor 1970 errichtet wurde und ein großer Teil davon seit dem keine umfassende Sanierung erfahren hat, die die energiewirksamen Bauteile einbezogen hätte (Dach, Fassade, Fenster, Heizungsanlage). Diese hätten aber sukzessive seit Beginn der 2000er Jahre erfolgen müssen. Die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel flossen stattdessen jedoch überwiegend in zusätzliche Flächen, die ohne Zweifel auch benötigt wurden. Aber Augen zudrücken gegenüber dem Erhalt der Bestandsbauten hilft auch nicht. Wir haben jetzt 2 Probleme: Sicherheit ...

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