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Gekürzte Projektförderung: BMBF reagiert auf Intransparenz-Vorwürfe

Allein ihre wissenschaftliche Qualität der Anträge sei bei der Reihung der Anträge ausschlaggebend gewesen, betont das Ministerium und nennt Details zur Auswahlentscheidung.

IN DER PRESSEMITTEILUNG des Bundesforschungsministeriums klang die Nachricht gestern so: Die Förderrichtlinie zu den "Gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie" werde von Februar 2023 an im Umfang von 50 Prozent finanziert, was insgesamt rund zehn Millionen Euro Fördersumme entspreche. "Projekte erhalten 90 Prozent der beantragten Fördersumme. Eine Zusage erhielten 18 von 32 Projekten auf Grundlage der Ergebnisse der wissenschaftsgeleiteten Begutachtung."

Bundesforschungsministerium Bettina Stark-Watzinger (FDP) kommentierte, im Ergebnis sei es "uns gelungen, die Förderung der Projekte im sozial- und geisteswissenschaftlichen Bereich in reduziertem Umfang ab 2023 sicherzustellen". Tatsächlich gibt es in den Förderlinien zum Rechtsextremismus abgesehen vom verspäteten Starttermin Anfang Januar nur eine Komplett-Absage, die übrigen 19 Projekte und fünf (von sechs beantragten) Nachwuchsgruppen sollen 95 Prozent der beantragten Mittel erhalten.

Trotzdem haben vor allem die Verantwortlichen in den 14 abgesagten Corona-Forschungsprojekten noch Fragen. Die wichtigste: Wie genau wurde eigentlich der Cut vorgenommen, nachdem alle in Frage stehenden Anträge doch bereits als förderwürdig eingestuft worden waren?

"Wenn das BMBF die Gutachten, die uns und anderen Projekten zuvor die Förderwürdigkeit bescheinigten, nun ein zweites Mal heranzieht, ...

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Kommentare

#1 -

AM | Do., 28.07.2022 - 13:32
Das ist doch nicht Neues. Ich habe mehrfach Absagen von der DFG zu Projekten erhalten, deren Föderung von den Gutachtern ohne Auflagen empfohlen wurde. Ich war selbst mal in einem BMBF Projekt involviert, dass trotz Bewilligungsbescheid aufgrund der Haushaltlage nachträglich gekürzt wurde. Das Geld ist eben nur begrenzt, und selbst förderwürdige Projekte gibt es mehr, als Geld vorhanden ist. Ich stimme zu: Mehr Transparenz wäre wünschenwert. Aber wer (wie in den letzten Tagen auch in der Presse) so überrascht tut, hat entweder keine Ahnung vom System oder meint, sein Thema mittels Öffentlichkeit besonders pushen zu können ...

#2 -

MB | Mo., 08.08.2022 - 15:12
Ich gebe #1 recht: insbesondere die in verschiedenen Presseberichten berichtete Tatsache, dass bereits Einstellungen vorgenommen und Umzüge unternommen wurden, zeigt die Naivität von Projektleitungen und Unis auf. Ich habe selbst lange Erfahrungen in Drittmittelprojekten - ohne Bewilligungsbescheid würde meine Uni dass nie gestatten

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