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Die entscheidende Botschaft ist: Die Universitäten bleiben offen

Was bedeuten Energiekrise und Inflation für Deutschlands große Universitäten? Wo kann gespart werden und wo nicht? Welche ehrliche Antwort verdient "#IchBinHanna"? Und was ist eigentlich noch von dieser Bundesregierung zu erwarten? Ein Gespräch mit Georg Krausch und Michael Hoch zum Start in ein weiteres außergewöhnliches Hochschulsemester.

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Die entscheidende Botschaft ist: Die Universitäten bleiben offen

Georg Krausch (links) ist Präsident der Universität Mainz, Michael Hoch Rektor der Universität Bonn. Gemeinsam bilden sie den Vorstand der German U15. Fotos: Thomas Hartmann, JGU/Jürgen Hofmann.

Herr Krausch, Herr Hoch, vier Pandemie-Semester haben ihre Universitäten hinter sich: Online-Lehre, Kontaktbeschränkungen und der schmerzhafte Verzicht auf persönliche Begegnungen, die in der Wissenschaft so wichtig sind. Gerade, als es so aussah, als könnten die Hochschulen zu einer Normalität nach und mit Corona zurückkehren, greift Russland die Ukraine an. Und zu den Folgen des Krieges zählt eine Energiekrise, die sich keiner hat vorstellen können. Gibt es eigentlich so etwas wie Routine in der Bewältigung von Krisen?

Krausch: Diese neue Krise ist anders. Die Pandemie hat uns gezwungen, die Universitäten aus Gründen des Gesundheitsschutzes teilweise zu schließen. Diesmal haben wir es an den Universitäten in erster Linie mit einer budgetären Krise zu tun. Das kam auch früher schon mal vor und es wirkt sich nicht sofort auf die Arbeitsfähigkeit der Universitäten aus. Wenn die Belastungen aber eine gewisse Schmerzgrenze überschreiten, kann es kritisch werden. Zugleich ist die Krise ein Ansporn für uns, weiter Energie zu sparen, was angesichts des Klimawandels auch dringend notwendig ist. Aber ja: Universitäten sind krisenerprobt. Und das macht es uns gegenwärtig ein bisschen leichter.

Sie hören sich erstaunlich entspannt an, Herr Krausch.

Hoch: Klar ist: Diese Krise ist sehr ernst. Aber wie Georg Krausch sagt: Wir haben in der Pandemie erfolgreiche Mechanismen und Kommunikationswege bis tief in die Universität hinein etabliert, Task Forces eingerichtet, schnelle Abläufe in die Dekanate, Institute und Personalvertretungen aufgebaut. Darauf können wir uns auch in dieser Krise verlassen.

Kann man den Studierenden und Mitarbeitern nach der Coronakrise noch einmal Online-Lehre und Homeoffice zumuten, den Verzicht auf soziale Kontakte, um Energiekosten zu sparen?

Hoch: Die entscheidende Botschaft ist: Wir werden nicht ...

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Kommentare

#1 -

naja | Mi., 12.10.2022 - 00:36
Bei 18 bis 19 Grad sitzt keiner stundenlang am Schreibtisch und denkt nach. Da hilft auch kein Pullover. Es sitzt dann auch kein Student 90 Minuten am Stück im zugigen Hörsaal. Das funktioniert nicht mehr. Der Ausweg ist dann eben doch der oben als unsolidarisch geschmähte Heizlüfter im Büro bzw nachhause gehen und Vorlesung via zoom. Insofern ist das Gerede der geöffneten Universität im wesentlichen Geschwätz. Sobald die Temperaturen unten sind, sind die Unis im wesentlichen leer.

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