Direkt zum Inhalt

Wir gehen unseren eigenen Weg. Den Hamburg Style halt

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank über Hamburgs Aufstieg als Wissenschaftsmetropole, den vermissten Spirit der Ampel-Koalition, die Chancen der grünen Gentechnik – und eine neue Hamburger Wissenschaftskonferenz, die Weltrang bekommen soll.

Bild
Artikelbild: Wir gehen unseren eigenen Weg. Den Hamburg Style halt

Katharina Fegebank , 46, ist Grünen-Politikerin und seit 2015 Zweite Bürgermeisterin in Hamburg sowie Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.Foto: BWFGB.

Frau Fegebank, sind Sie als grüne Hamburger Wissenschaftssenatorin eigentlich froh darüber, dass Ihr CSU-Kollege Markus Blume aus Bayern stets das öffentliche Poltern übernimmt, wenn sich die Länder mal wieder über die Zusammenarbeit mit dem BMBF aufregen?

Markige Töne ist man aus Bayern gewohnt, und das nicht nur in der Wissenschaftspolitik. Ich wünsche mir genauso wie der Kollege Blume eine Priorisierung des Zukunftsfelds Wissenschaft durch die Bundesregierung. Mein Weg ist allerdings eher, im vertrauensvollen Dialog darauf zu drängen anstatt in der Öffentlichkeit. Dass es durchaus gerumpelt hat in verschiedenen Bund-Länder-Sitzungen der letzten Zeit, will ich gar nicht verhehlen. Die Ampel ist als Fortschrittskoalition mit großen Hoffnungen gestartet. Und zu diesem Spirit sollte sie zurückkehren.

Hat sich denn Ihre eigene Partei in der Bundesregierung genug gegen die drohenden Kürzungen im Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzt?

Der Bund befindet sich in einer schwierigen Haushaltslage, wir Länder tun das auch. Da wäre es etwas wohlfeil, wenn wir als Wissenschaftspolitik einfach sagen würden: Das geht uns alles nichts an, sollen sie überall sonst den Rotstift ansetzen, in der sozialen Infrastruktur, in der Energiepolitik, bei der Mobilitätswende – Hauptsache, in der Wissenschaft bleiben wir auf der Insel der Glückseligen. Doch eines muss uns dabei auch klar sein: Wissenschaft, Forschung und Innovation sind die wichtigsten Quellen für unseren künftigen Wohlstand. Und ich wünsche mir, dass sich die Ampelkoalition von diesem Grundsatz in den anstehenden Haushaltsberatungen leiten lässt.

"D

ie

Forschungsorganisationen bekommen

seit vielen Jahren verlässlich ihr Plus,

da sollten sie ein gewisses Maß an

Vorsorge betrieben haben."

Immerhin hat sich die Bundesregierung zuletzt sehr klar zur weiteren Erhöhung des Pakts für Forschung und Innovation (PFI) bekannt. Wenn Sie in die großen außeruniversitären Forschungsinstitute hineinhorchen, und von denen haben Sie in Hamburg ja reichlich, ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • Artikelbild: Lohnt sich der DEAL?

Lohnt sich der DEAL?

Nach sieben Jahren Verhandlungsdrama schließen Deutschlands Wissenschaftseinrichtungen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Elsevier. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aber es gibt auch eine andere Seite.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Bundesrechnungshof lobt BMBF für Kürzung des BAföG-Titels

Insgesamt aber biete der 2024er-Haushaltsentwurf des Ministeriums "keinen transparenten Überblick", kritisieren die Prüfer in ihrem turnusmäßigen Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages.


  • 1,1 Millionen für Berater?

1,1 Millionen für Berater?

Ein üppig dotierter Beratervertrag soll Grund gewesen sein für die Entlassung eines Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft und ausgeweitete Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Nun äußert sich der Begünstigte.


Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Staatsanwaltschaft bestätigt Ausweitung der Fraunhofer-Ermittlungen

"Anfangsverdacht der Untreue" nun gegen Ex-Präsident Neugebauer und zwei weitere frühere Vorstandskollegen persönlich: Die Vorwürfe reichen von überhöhten Spesenabrechnungen über die Ausgaben für Begleitpersonen bis hin zu einem Beratervertrag  mit "ganz erheblich" einseitiger Benachteiligung der Fraunhofer-Gesellschaft.


  • Am Rande der Armutsgefährdungsschwelle

Am Rande der Armutsgefährdungsschwelle

Promotionsstipendiaten der Begabtenförderungswerke wenden sich in einem Brandbrief an Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger: Die versprochene Erhöhung der Fördersätze sei unzureichend, es brauche weitreichende Reformen und eine angemessene Finanzierung.


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Bitte kein Hochglanzgremium

Was vom heute erstmals tagenden "Forum Zukunftsstrategie" zu erwarten ist.