Lohnt sich der DEAL?
Nach sieben Jahren Verhandlungsdrama schließen Deutschlands Wissenschaftseinrichtungen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Elsevier. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aber es gibt auch eine andere Seite.

Foto: klimkin / Pixabay.
DASS DAS keine normalen Verhandlungen waren, konnte man bereits an der Pressemitteilung erkennen, die am Mittwochvormittag von der Pressestelle der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verschickt wurde. Überschrift: "The DEAL Consortium and Elsevier Announce Transformative Open Access Agreement for Germany". Deutsche Übersetzung: Fehlanzeige. So wie auch der gesamte Meldungstext und die beigefügten Statements rein englischsprachig waren. Weil die HRK, Konsortialführer von DEAL, nichts mehr von Wissenschaftskommunikation auf Deutsch hält? Wohl kaum.
Die tatsächliche Erklärung dürfte darin bestehen, dass nach sieben Jahren Verhandlungs-Drama , Teile davon auf offener Bühne, die Erleichterung über den abgeschlossenen Open-Access-Transformationsvertrag zwar groß war und die Stimmung unter den neuen Partnern gut. Aber nicht so gut, dass die HRK sich eine eigenständige Übersetzung der mit Elsevier sicherlich bis ins Detail verhandelten Pressemitteilung erlauben zu können glaubte. Eine Abstimmung aber hätte wiederum ein derart komplexes Räderwerk erneut in Bewegung gesetzt, das nicht zu dem Zeitdruck passte, raus zu wollen mit der Agreement-Nachricht.
Schaut man sich an, was DEAL, dieser Zusammenschluss hunderter deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen, mit Elsevier, dem weltgrößten Wissenschaftsverlag, vereinbart hat, muss man allerdings sagen: Die Partner können sich ruhig etwas locker machen. Denn zumindest auf dem Papier kann sich das Ergebnis sehen lassen, das am Mittwoch auch per – natürlich rein englischsprachiger – Pressekonferenz verkündet wurde.
Was sind die zentralen Inhalte? Um es an dieser Stelle leichter zu machen, zitiere ich ...
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Kommentare
#1 - „Mit anderen Worten: Anders als die älteren – und…
Das Mitmachen war und ist auch bei Wiley und Springer Nature freiwillig. Wir wurden nie zur Teilnahme gezwungen. "Zwang" bestand höchstens in der Form, dass es für uns die einzige Option war, unseren Wissenschaftler:innen weiterhin sämtliche Closed-Access-Inhalte beider Verlage bereitstellen zu können.
Bei den DEAL-Verträgen mit Wiley und Springer Nature konnten allerdings auch Autor:innen teilnahmeberechtigter, aber nicht teilnehmender Einrichtungen in den Zeitschriften beider Verlage OA publizieren. Die Kosten trug dann die MPDLS. ...
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