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Ist später einschulen besser?

Wieso ältere Erstklässler Vorteile haben und wann ein zusätzliches Kitajahr helfen kann: ein Interview mit dem Bildungsökonomen Simon ter Meulen.
Portraitfoto von Simon ter Meulen

Simon ter Meulen forscht als Postdoc am ifo Zentrum für Bildungsökonomik. Foto: Fabian Calis.

Herr ter Meulen, Sie haben gerade eine große Überblicksstudie zum Einschulungsalter vorgelegt – was ist denn aus wissenschaftlicher Sicht das "richtige" Einschulungsalter?

Das ist genau die Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Für Eltern ist sie sehr konkret und mit Unsicherheit verbunden – vor allem dann, wenn ihr Kind rund um den Stichtag für die Einschulung geboren wurde: Wenn wir früher einschulen, ist unser Kind vielleicht überfordert. Wenn wir warten oder einen Antrag auf Zurückstellung stellen, verpasst es vielleicht etwas. Aus wissenschaftlicher Sicht ist wichtig, dass diese Entscheidung mehrere Dinge gleichzeitig verändern kann: nicht nur das Alter beim Schulstart, sondern auch die Position des Kindes in der Klasse, das Alter beim Wechsel in die weiterführende Schule und damit die gesamte Bildungsbiografie. Deshalb ist die Frage nach dem richtigen Einschulungsalter viel komplexer, als sie zunächst wirkt.

Sie haben eine Vielzahl internationaler Studien ausgewertet. Was hat Sie an den Ergebnissen am meisten überrascht?

Wir sehen, dass fast überall die Kinder, die später ...

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