Berlins Univerbund muss langsam zu glänzen beginnen
Berlins Wissenschaft muss aufpassen: Die Uniallianz strahlt kaum, mit dem Regierenden und dem Staatssekretär gehen bald entscheidende Politiker. Ein Kommentar.

Die Humboldt-Universität, Teil der Berlin University Alliance mit FU, TU und Charité.
Foto: Christian Wolf (www.c-w-design.de), CC BY-SA 3.0 .
IN BERLIN UND BAYERN streiten die Hochschulen mit der Politik gerade über ihre Landeshochschulgesetze.
Berlins Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten wirft dem Senat vor, der Entwurf der Gesetzesnovelle sei eine "massive Beschneidung der Hochschulautonomie, ihrer Leistungsfähigkeit und künftigen Entwicklungsmöglichkeiten".
Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler bekam derweil über Wochen eine Protestnote nach der anderen zugestellt. Von "irreparablen Schäden" war die Rede, die durch das geplante "Hochschulinnovationsgesetz" und seine Betonung des Unternehmerischen drohten.
Die geplanten Reformen und Streitgegenstände sind unterschiedlich. Bemerkenswert ist indes, dass parallel zwei Länder um den künftigen Rechtsrahmen ihrer Hochschulen ringen, die mit ihrer Wissenschaftspolitik in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt haben.
Ein goldenes Zeitalter für Berlin – noch
Berlins Wissenschaftsszene erlebt ein goldenes Zeitalter. Die Hochschulen bekommen seit 2018 jedes Jahr 3,5 Prozent mehr, zusätzlich hat der Senat 250 Millionen Euro für Hochschulsanierungen beschlossen, jedes Jahr bis 2036. Es soll hunderte Millionen für eine neues Herzzentrum geben, allein 330 Landesmillionen ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Ein seltsamer Artikel. Die Überschrift lautet 'Berlins…
Untertitel heißt es 'Die Uniallianz strahlt kaum'. Wirklich?
Wird das im Text belegt? Was bedeutet denn 'glänzen' oder
'strahlen' hier? Liefert Berlin nur mittelmäßige oder 'Standard'-Forschung ab'? Jedenfalls nichts Herausragendes? Solch ein Eindruck wird durch diesen Text erweckt, aber auch nicht im Ansatz belegt.
Gegenfrage: Kann der Autor eigentlich beurteilen, welche wissenschaftlichen Ergebnisse 'glänzen' oder 'strahlen'?
Was sind denn seine Kriterien für 'glänzen' und 'strahlen'?
Oh je. Mein Fazit ist: gemessen an journalistischen Mindeststandards strahlt jedenfalls dieser Artikel nicht.
#2 - @tmg:Ich gebe zu, dass ich mit anonym geübter Kritik an…
Ich gebe zu, dass ich mit anonym geübter Kritik an einem Namensbeitrag nicht viel anfangen kann. Denn Sie wollen mich offensichtlich in intellektuelle Verantwortung nehmen, diese aber selbst nicht zugestehen.
So klingt Ihr Beitrag leider nur ein wenig beleidigt in meinen Ohren.
Schade! Andernfalls könnten wir gern mal drüber diskutieren.
Trotzdem viele Grüße
Ihr J-M Wiarda
#3 - Glänzen müssen die Exzellenzuniversitäten dem Vernehmen…
#4 - @tmg, Herr Wiarda:Einerseits finde ich diese Kritik von tmg…
Einerseits finde ich diese Kritik von tmg inhaltlich nicht zutreffend. Das beste Instrument zur Förderung von “Standardforschung” ist die DFG-Sachbeihilfe im Normalverfahren. Bei der EXU-Förderung dagegen verfolgt man andere Ziele, und will mehr als “nur” Forschungsergebnisse sehen. Ein trauriges Beispiel wäre das Göttinger Lichtenberg-Kolleg. Herrn Wiarda bin ich für diesen Hinweis auf einem Hund, der in dieser Nacht noch nicht gebellt hat, dankbar – wenngleich ich Edith Riedels pessimistische Einschätzung der Folgen leider überzeugend finde.
Andererseits finde ich es nicht wirklich fair, hier vom Missbrauch der Anonymität zu sprechen. Neben (übrigens nur angeblich) Klarnamen-Kommentatoren oder Einmal-Decknamen kennt ...
Neuen Kommentar hinzufügen