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Unis, wagt mehr Teilzeit!

Abseits der Norm und mittendrin: Hochschulen müssen mehr Studiengänge in Teilzeit ermöglichen - für jobbende Studierende jeden Alters. Ein Kommentar.

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Artikelbild: Unis, wagt mehr Teilzeit!

Wer neben dem Studium jobben muss oder will, ist für Teilzeitangebote an der Uni dankbar.

Foto: StockSnap / Pixabay.

NOCH NIE HABEN so viele Menschen in Teilzeit studiert wie heute. Doch wenn man sich den Prozentwert anschaut, der für den Allzeit-Rekord genügt, mag man es kaum glauben: 7,7 Prozent. Das entspricht 223.000 Studierenden.

So berichtet es das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), ein von Bertelsmann-Stiftung und Hochschulrektorenkonferenz getragener Think Tank, mit Verweis auf den HRK-Hochschulkompass und Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Seit Jahren beschwören Bildungswissenschaftler, Politiker, Hochschulexperten und Rektoren das Ideal einer für alle Talentierten offenen Hochschule, eines für unterschiedliche Lebensentwürfe und Lebensphasen flexiblen Studiums. Sie verkünden das Ende des Norm-Studenten als Orientierungspunkt hochschulischer Planung – und dann studieren 92,3 Prozent in klassischen Vollzeit-Modellen?

Nun könnte man sagen: Vielleicht war ja das ganze Gerede Humbug. Die meisten wollen und können eben auch heute noch klassisch studieren. Was, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, wieder bedeuten dürfte: vormittags in den Hörsaal, dann in die Mensa, nachmittags vielleicht ein Seminar oder die Studiengruppe, noch ein bisschen in die Bibliothek oder ...

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Kommentare

#1 -

Kopfkratzer | So., 21.11.2021 - 01:00
"Und wer schon als junger Mensch eine Firma gründen will, kann das parallele Weiterstudieren auch meist vergessen."



Vielen Dank für den herzhaften Lacher, den dieser Satz mir gerade erlaubt hat. Ich lehne mich jetzt mal so weit aus dem Fenster, auch ohne Kenntnis diesbezüglicher Zahlen zu behaupten, dass die Anzahl von Menschen, die wegen der Gründung einer Firma ihr Studium abbrechen, im Vergleich zur Gesamtzahl der Studierenden verschwindendst gering ist. Um dieses Problem zu lösen braucht es keinen flächendeckenden Umbau der Teilzeitangebote aller Hochschulen. Die Fernuni Hagen ist im Übrigen eine tolle Einrichtung! Ich halte es durchaus für sinnvoll, berufsbegleitende ...

#2 -

René Krempkow | Mo., 22.11.2021 - 13:30
@Kopfkratzer: Die Fernuniversität Hagen ist in der Tat eine tolle Einrichtung. Allerdings kann diese nicht genügen (und auch nicht ein paar weitere einzelne Hochschulen), um den bundesweiten Bedarf an Teilzeitstudienangeboten zu decken, hier ist deshalb Herrn Wiarda zuzustimmen.



Dafür ein paar Zahlen & Fakten (inkl. Quellen):

Allein an der Humboldt-Universität zu Berlin gab es bereits vor rund einer Dekade formal zwar nur knapp 2 Prozent der Absolvent(inn)en, die als Teilzeitstudent*in eingeschrieben waren; zusätzlich gaben allerdings mit gut 15 Prozent rund achtmal soviele von ihnen an unabhängig von formalen Regelungen de facto in Teilzeit studiert zu haben (und das sind nur ...

#3 -

Unklar | Do., 25.11.2021 - 10:03


Mir ist tatsächlich der Inhalt des Artikels auch nicht ganz verständlich. Ich bin über die Lage in anderen Bundesöländern nicht genau informiert (die vielleicht im Fokus des Artikels stehen), aber jedenfalls in Berlin kann jeder Studierende so lange studieren, wie er will. Als Universität haben wir keinerlei Sanktionsmöglichkeiten, es gibt auch keine Fristen für Nachprüfungen oder für die Zeit zwischen Kursbesuch und Prüfung. Unsere Studierenden gründen fleissiug Firmen neben dem Studium, jonglieren viele Jobs, machen dies und das. Vor einer Masterarbeit müssen wir dann aushandeln, wie die Studierenden genügend Zeit für die Arbeit haben können, weil sie oft schon vertraglich ...

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