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Was ist Lindner die Innovationsförderung wert?

Seit das DATI-Konzept des Bundesforschungsministeriums öffentlich geworden ist, nimmt auch die Debatte über die Finanzierung der neuen Agentur Fahrt auf.

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Artikelbild: Was ist Lindner die Innovationsförderung wert?

Bild (Ausschnitt): Michal Jarmoluk / Pixabay.

DIE ZWEITE KOMMUNIKATIONSPANNE blieb zunächst fast unbemerkt. Vergangene Woche hatte erst der FDP-Bundestagsabgeordnete Mario Brandenburg, wohl aus einem Missverständnis heraus, das noch unveröffentlichte BMBF-Grobkonzept zur geplanten Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) veröffentlicht. Auf Nachfrage bestätigte der parlamentarische Staatssekretär Thomas Sattelberger (ebenfalls FDP), dass es sich tatsächlich um die offiziellen, von der Ministerin unterzeichneten Eckpunkte "für die weiteren Gespräche im parlamentarischen Raum, aber auch mit den weiteren Stakeholdern" handelte. Die eigentlich noch nicht an die Presse hatten gehen sollen.

Und dann gab, Panne Nummer zwei, das BMBF auf seiner Website bekannt, dass schon im Haushalt 2022 rund 414 Millionen Euro für die DATI und "mit ihr verbundenen Aktivitäten" eingeplant seien. Was verwunderte – denn im gerade vorgestellten Budgetplan von Finanzminister Christian Lindner (FDP) war die neue Agentur in diesem Jahr gerade mal mit 19,6 Millionen Euro ausgewiesen, von denen 15 Millionen noch dazu gesperrt sind – bis zur Vorlage des Konzepts. Selbst in der internen Liste finanzwirksamer wissenschaftspolitischer Maßnahmen, die in den Koalitionsverhandlungen jede Fach-AG bei ...

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Kommentare

#1 -

Düsentrieb | Di., 29.03.2022 - 13:50
Das Konzept für DATI ist noch nicht einmal ansatzweise durchdacht. Zwei Beispiele:



1. SPRIND wurde gegründet als deutsches DARPA -- also als extremer Frühphasenförderer emergenter Technologien, die viele Jahre davon entfernt sind, für gewerbliche Geldgeber oder Partner interessant zu sein. Tatsächlich aber will SPRIND "wie ein Wagniskapitalgeber agieren" -- mit Steuergeldern-- und gemeinsam mit privatem Wagniskapital investieren. Das ist natürlich weniger anspruchsvoll (GF Laguna hat mit Frühphasenförderung keine Erfahrung) und zugleich lukrativer. Es paßt aber überhaupt nicht zur angekündigten Mission. Und es überschneidet sich mit der Aufgabe von DATI. Man sollte also entweder beide zusammen legen -- oder SPRIND als ...

#2 -

Bola | Di., 29.03.2022 - 16:41
Das Konzept der DATI ist in der Tat wenig sinnvoll und kaum durchdacht.

Viele wünschen sich das, als anwendungsorientierte Alternative zur DFG, die dann einen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten soll (zu sehen auch an der Herkunft der zusammengekehrten Mittel). Tatsächlich wird das so aber nicht funktionieren. Zum einen ist die anwendungsorientierte Innovationsförderung, insbesondere, wenn sie mit (Fach-)Hochschulen erfolgen soll, ein stark regionales Projekt. Das ist nur bedingt aus einer Zentralen Agentur heraus zu machen. Da kommen einerseits die Länder nicht zum Tragen und andererseits wirkt das verstärkend auf ohnehin vorhandene Potentiale und regionalen Disparitäten. Die wettbewerbsfähigsten ForscherInnen werden häufig ...

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