Zeit zum Kämpfen, nicht zum Weichen
Auch Wissenschaftsstiftungen und Hochschulen ziehen sich zurück von der Plattform X. Warum dort gerade jetzt ihre Stimmen so wichtig wären.

Abschiedsbotschaft auf "X": Screenshot des Posts der Volkswagen-Stiftung.
ES WAR der letzte Post der Volkswagen-Stiftung, Deutschlands größtem privaten Forschungsförderer, auf "X". "Wir treten ein für eine demokratische Gesellschaft, für Menschenwürde, faktenbasierte Information und konstruktiven Dialog. Da dies aus unserer Sicht hier nicht mehr möglich ist, werden wir unseren Account bis auf weiteres stilllegen."
Ihren Rückzug von dem Netzwerk, das früher Twitter hieß, verkündeten am vergangenen Mittwoch zeitgleich auch die Robert-Bosch-Stiftung, die Stiftung Mercator, die ZEIT-Stiftung und der Bundesverband Deutscher Stiftungen – mit Verweis auf den ethisch-moralischen Absturz der Plattform seit ihrer Übernahme durch Elon Musk. "Hate Speech und Falschinformation, die Verbreitung extremistischer Propaganda und die Hetze gegen Minderheiten können wir nicht tolerieren", hieß es in einer Pressemitteilung des Bundesverbands . "Mit unserer konzertierten Aktion laden wir andere Stiftungen ein, unserem Beispiel zu folgen." Was prompt passierte: Am Donnerstag teilte die Stiftung Innovation in der Hochschullehre mit, dass sie ihren X-Auftritt stilllegt.
In den Wochen und Monaten zuvor hatten bereits mehrere Hochschulen "X" den Rücken gekehrt, die Hochschule Darmstadt etwa oder Uni Bremen, die ...
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Kommentare
#1 - Ich kann den Rückzug auch von Institutionen gut…
Aus meiner Sicht ist ...
#2 - Völlig einverstanden mit Ihnen, Herr Wiarda.Zu den…
Zu den Ausführungen von Herrn Härterich: Ich habe genau den gleichen Eindruck wie Sie.
Aber bei institutionellen Beiträgen, sei es von internationalen Konzernen, staatlichen oder nichtstaatlich geförderten Forschungseinrichtungen, Stiftungen oder sonstigen Organisationen dieses Formats, muss man sich wirklich die Zeit und die Mühe nehmen, sich gegen den Hass zu wehren.
Wenn sie das nicht tun, öffnen sie die Tür für noch mehr Manipulation und Hass. Dann eins bin ich mir auch sicher: Die Meinung solcher Organisationen hat bei den Machern von X mehr Gewicht als eine persönliche Meinung allein. Es ist nicht nur der ...
#3 - Lieber Herr Wiarda,ich schätze ihren Blog und ihre…
ich schätze ihren Blog und ihre Meinungsbeiträge sehr, aber hier liegen Sie ausnahmsweise meilenweit daneben: Wo ein Diskurs nicht mehr möglich ist, weil ihn die Plattform selbst untergräbt, wo Hetze und Antisemitismus nicht einmal mehr gemeldet werden können und wo sich inzwischen immer mehr Alternativen auftun - da hat eine Plattform ihre Bedeutung verloren und es täte sogar gut, wenn sich weitere Akteure zurückziehen und wir an anderen Orten diskutieren (wo das noch möglich ist).
#4 - Wir haben uns den Twitter-Exit nicht leicht gemacht. Auch…
#5 - In der Tat ist der Nutzen des Netzwerkes mittlerweile…
Auch sind die Stimmen, die Twitter ausmachten (oft jene mit mittelgroßer Follower-Zahl weitesgehend verstummt.
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