Weniger Schulabbrecher als gemeldet: Aber dennoch fallen viel zu viele durchs Raster
Es ist nicht jeder Achte, der die Schule abbricht, wie in diesen Tagen behauptet wurde. Dennoch lässt die Bildungspolitik von Bund und Ländern viele junge Menschen ohne Perspektive allein.

Foto: Ali Ahmad Danesh , Pexels, CCO .
DIE BUNDESBILDUNGSMINISTERIN zeigte sich alarmiert. "Dass Deutschland erneut die vierthöchste Schulabbrecherquote in Europa hat, muss Bund und Länder umtreiben", sagte Bettina Stark-Watzinger (FDP) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe – und verwies auf das gerade beschlossene Startchancen-Programm als Einstieg in die nötige "bildungspolitische Trendwende". "Jeder Achte in Deutschland bricht die Schule ab", titelte derweil das Hamburger Abendblatt , "Jung und abgehängt", die Berliner Morgenpost .
Die Nachricht, die da angeblich aus der Europäischen Statistikbehörde Eurostat kam und von fast allen großen Medien aufgegriffen wurde, passte zur aktuellen Krisenstimmung im föderalen Bildungssystem. "Erst vor Kurzem schnitt Deutschland in der PISA-Studie im internationalen Vergleich so schlecht ab wie noch nie", schrieb die Online-Ausgabe der FAZ . "Nun folgt der nächste Schlag."
Vom Unterschied zwischen Schulabgängern und Schulabbrechern
Nur dass die Statistik aus Luxemburg bei näherem Hinsehen etwas Anderes besagte. Sie verglich den Anteil der sogenannten "frühen Schulabgänger" in den EU-Mitgliedsstaaten. Das sind alle Menschen ...
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Kommentare
#1 - Wenn ich die Definition eines "frühen Schulabgängers"…
Eine völlig sinnlose Zahl, oder?
#2 - @Django: Nicht ganz. Denn Menschen mit einer Ausbildung…
Viele Grüße
Ihr J-M Wiarda
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