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Bildungsvergleich: ifo-Studie hebt Berlin an die Spitze

Nirgendwo haben nichtprivilegierte Schüler eine größere Chance auf einen Gymnasialbesuch als in der Hauptstadt. Aber was genau bedeutet ein solches Ergebnis für die Bildungsgerechtigkeit, wenn Berlin zugleich bei Schulleistungsvergleichen hinten liegt?

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Artikelbild: Bildungsvergleich: ifo-Studie hebt Berlin an die Spitze

Foto: Oto Zepletal /Pixabay.

ENDLICH EINMAL BERLIN. Eine neue ifo-Studie zeigt erstmals im Bundesländervergleich, welche Chancen Kinder abhängig von ihrer Herkunft haben, das Gymnasium zu besuchen. Und während sich die Hauptstadt bei Schulleistungstests wie dem IQB-Bildungstrend meist in der Schlussgruppe wiederfindet, rangiert Berlin hier zusammen mit Brandenburg an der Spitze. Den Forschern um ifo-Bildungsökonom Ludger Wößmann zufolge schaffen es dort mit 37,1 Prozent nicht nur am meisten Schüler ohne hohen sozialen Status aufs Gymnasium, auch ist der Chancenrückstand zu ihren privilegierteren Altersgenossen am geringsten, von denen 68,9 Prozent der Sprung gelingt.

Nun der Gegenschnitt. Ganz unten im ifo-Vergleich rangiert Bayern. Dort finden sich nur 20,1 Prozent der unteren Gruppe, aber 52,7 Prozent der Privilegierten am Gymnasium wieder. Was auf eine Relation von 1 zu 2,6 hinausläuft. In Berlin beträgt sie dagegen 1: 1,9. Die ifo-Forscher drücken das relative Chancenverhältnis als Quotient aus, das deutschlandweit bei 44,6 Prozent liegt, in Berlin bei 53,8 Prozent und in Bayern bei 38,1 Prozent. Soll heißen: ...

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Kommentare

#1 -

Mucho Marx | Fr., 17.05.2024 - 18:59
Es sucht sich, wie immer in Bildungsstrukturdiskussionen (wo ja bekanntlich isolierte, kontextunabhängige Kausalzusammenhänge zwischen Phänomen und Ursachen nur schwerlich klar zuzurechnen sind), jede*r das raus, was ihm gerade in den politischen Kram passt. Hier scheint es darum zu gehen, die Verdienste speziell der Berliner und Bremer Regierungen besonders hervorzuheben.



Interessant ist dabei natürlich immer auch, nicht nur, was betont, sondern auch was weggelassen wird. Das betrifft nicht nur die Frage nach dem, was denn *tatsächlich* gelernt wird (fachlich, sozial, menschlich), wie oben angesprochen -- beachtlich ist auch, dass *eine* Kennziffer, die sonst immer so gerne zur Skadalisierung instrumentalisiert wird, hier ...

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