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Wenn man plötzlich keine Brennpunktschule mehr ist

Wie meine Neuköllner Sekundarschule ihren offiziellen Sorgenkind-Status einbüßte und was mich daran dann doch sehr wunderte. Ein Gastbeitrag von Ada M. Hipp*.

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Artikelbild: Wenn man plötzlich keine Brennpunktschule mehr ist

Bild: Mahmud Shoeb / Pixabay.

NEULICH, IN UNSERER ERSTEN GESAMTKONFERENZ nach den Sommerferien, wurde uns beschieden, dass wir auch dieses Schuljahr keine Brennpunktschule mehr sein würden. Bemerkt habe ich es schon seit Längerem, auf meinem Konto fehlte die Brennpunktzulage.

Ab dem 1. März 2019 bekamen alle Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher, die zu diesem Zeitpunkt an einer Brennpunktschule in Berlin tätig waren, rückwirkend für das Jahr 2018 eine Zulage in Höhe von monatlich 300 Euro, die es zu versteuern galt. Ziel dieser Zahlung war und ist es, dass sich gut ausgebildetes Personal für die Arbeit an einer Schule mit unterschiedlichen Problemen entscheidet, ein Lockmittel sozusagen.

Als ich im Jahre 2004 an diese Schule kam, hatte ich im Vergleich zu meiner alten Stelle einen erheblichen Mehraufwand an Arbeit zu leisten. Dies hatte vor allem mit dem Verhalten der dort lernenden Schülerinnen und Schüler zu tun. So viele pädagogische und erzieherische Gespräche, Sitzungen, Klassenkonferenzen oder Beratungen mit Schülern, Eltern und dem Kollegium bereits in meinem ersten Jahr hatte ich in den gesamten ...

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Kommentare

#1 -

Django | Di., 19.11.2024 - 16:56
Vordergründig wurde die Berlin-Pass-Quote als Kriterium für die Einstufung als Brennpunktschule gewählt, weil die Zahlen bereits vorliegen bzw. einfach zu erheben sind. Dass die Person, die die Entscheidung getroffen hat, damit auch eigene Vorurteile füttert, mag allerdings sein.

#2 -

Wolfgang Kühnel | Mi., 04.12.2024 - 13:36
"Bildung für ALLE! Egal, welcher Familien-hintergrund; egal, welcher materielle Hintergrund; egal, welcher religiöser Hintergrund; egal, welcher Bildungshintergrund – einfach für alle."



Diese Sätze suggerieren, dass es jetzt anders ist. Tatsächlich aber bietet JEDE Schule grundsätzlich die Möglichkeit, eine gewisse Bildung zu erwerben (bis auf individuelle Unterschiede: auch Lehrer sind nicht alle gleich). An den Lehrern wird das nicht primär liegen, an fehlenden Computern auch nicht. Vielmehr ist es eingerissen, dass die Schulkinder sich gegenseitig am Lernen massiv hindern, einfach durch ein rüdes Benehmen, z.B.:



https://www.news4teachers.de/2024/11/gewalt-an-der-schule-in-den-pausen-demuetigen-sich-schueler-auf-den-toiletten-alles-wird-gefilmt-eine-lehrerin-berichtet/



Wer soll in solcher Umgebung etwas lernen? Das Eindämmen von Gewalt durch Schüler ist also ...

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