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Arbeiten in der Wissenschaft: Wie kann Deutschland für Forscher attraktiver werden?

Wer auf hohem Level forscht, hat unsichere Karrierechancen. Die Wirtschaft lockt dagegen mit sicheren Jobs. Im Wahlkampf ist dieses Ungleichgewicht kein Thema. Doch die neue Regierung wird an ihm nicht vorbeikommen.

Artikelbild: Arbeiten in der Wissenschaft: Wie kann Deutschland für Forscher attraktiver werden?

Bild: Ausschnitt der Titelseite des BuWiK.

FÜR ANGESTELLTE außerhalb von Hochschulen und Forschungsinstituten ist es eine unvorstellbare Zahl: sieben Prozent. Das ist der Anteil junger Wissenschaftler, die einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten, wenn sie nach erfolgreicher Doktorarbeit einen neuen Job in der Wissenschaft anfangen.

Für die übrigen 93 Prozent heißt es: hoffen, bangen und nur nicht zu sehr anecken, um auf jeden Fall die Verlängerung zu bekommen. Die vermutlich wiederum nur auf Zeit ist. Denn ein besonderes Arbeitsrecht extra für die Wissenschaft erlaubt, was in der Privatwirtschaft undenkbar wäre: sechs Jahre Befristung vor der Doktorarbeit – und nochmal sechs Jahre danach.

Eigentlich wollte die Ampel-Koalition das sogenannte "Wissenschaftszeitvertragsgesetz" (WissZeitVG), das die akademische Sonderregelung festschreibt, reformieren. Die Ambitionen waren groß: verlässliche Arbeitsbedingungen, mehr "Planbarkeit und Verbindlichkeit", das waren nur einige der Buzzwords im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP.

Doch die Parteien verzettelten sich in einem jahrelangen Streit über die genauen Konditionen. Als die Ampel zerbrach, schien bei den zuständigen Wissenschaftspolitikern fast so etwas wie ...

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Kommentare

#1 -

Th. Wolff | Mo., 03.02.2025 - 09:21
Lieber Herr Wiarda,



das stimmt zwar alles, aber es gibt da doch noch einen Elefanten im Raum, den Sie nicht erwähnen: in anderen erfolgreichen Wissenschaftssystemen wie England, Holland, USA (und natürlich auch in der Wirtschaft) bedeutet ein unbefristeter Arbeitsvertrag ganz und gar nicht, dass die Person de facto nicht mehr kündbar ist. Wenn das in Deutschland im Öffentlichen Dienst auch so wäre, würde die Befristungsquote auch hier rapide sinken. Umgekehrt verbleiben viele Leute im System Wissenschaft weil sie hoffen/wissen, dass, wenn sie die hohe Befristungshürde einmal genommen haben, ihnen im Vergleich zur Wirtschaft (und zu anderen Wissenschaftssystemen) hier absolute Jobsicherheit ...

#2 -

Wolfgang Kühnel | Mo., 10.02.2025 - 21:55
"Cramer erwartet, dass es als Folge des Kurses der Trump-Regierung einen Zustrom von Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern aus den USA nach Deutschland geben wird: "Die USA sind ein neuer Talentpool für uns." Auf die jüngste Ausschreibung für die Leitung von Forschungsgruppen habe die MPG doppelt so viele Bewerbungen aus den USA erhalten wie im Jahr zuvor."



Quelle:

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-forschung-kuerzungen-100.html



Dadurch wird dann auch die Internationalisierungsquote in Deutschland steigen. So hat Trump auch sein Gutes. Aber die Leute von *IchBinHanna* werden mehr Konkurrenz bekommen. Sie müssen auf den nächsten US-Präsidenten warten.

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