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Der Reiz der Rangliste

Vom Stolz in Jena bis zum Ausstieg der Sorbonne: Was das widersprüchliche Verhältnis der Hochschulen zu den Uni-Rankings über den Zustand der Wissenschaft verrät.
Gebaeude mit Haupteingang der Universität Paris La Sorbonne.

La Sorbonne in Paris ist die renommierteste Universität Frankreichs. Foto: flickr / CC BY-SA 2.0.

"UNSERE UNIVERSITÄT gehört zu den besten elf Prozent der Universitäten weltweit", verkündete die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena vergangene Woche per Social-Media-Post – als sei das eine wissenschaftlich, wenn nicht gar amtlich bestätigte Tatsache.

Grundlage des Stolzausbruchs war allerdings lediglich die neueste Ausgabe des World University Rankings, herausgegeben von Times Higher Education (THE).

Daher auch die schräge Prozentangabe: THE hatte Jena der Ranggruppe 201 bis 250 zugeordnet – innerhalb der Grundgesamtheit von 2.191 Universitäten, die ins Ranking eingegangen waren. Ergo: Top-Elf-Prozent – obwohl schon eine oberflächliche Recherche ergeben hätte, dass sich die Zahl der Universitäten weltweit auf mehrere zehntausend beläuft.

Auch sonst sollte man denken, dass eine Universität wie Jena gerade angesichts der behaupteten Zugehörigkeit zur internationalen Wissenschaftselite mit einer Uni-Rangliste, deren Aussagekraft und methodischen Schwächen kommunikativ etwas behutsamer verfährt.

Wenn aus Wissenschaft Marketing wird

Stattdessen setzten die Thüringer noch einen drauf – und lieferten eine Kachel mit dem Konterfei von Unipräsident Andreas Marx mit, neben dem groß das ...

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Kommentare

#1 -

Anonym | Mi., 15.10.2025 - 13:57

"Zwar hält die Technische Universität München als bestplatzierte deutsche Einrichtung ihren Platz unter den Top 30, doch viele andere Unis verloren an Boden – Heidelberg, LMU München, Freiburg, Göttingen, Tübingen."

Das dürften die Kolleginnen und Kollegen an der LMU etwas anders sehen, wo sie doch 2024 #38 waren, 2025 #38 und nun für das 2026er Ranking Platz einen Platz #34 belegen (siehe: https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/lmu-munich). Man mag jetzt vllt bemängeln, dass sie die Jahre davor auf #33 (2023) und #32 (2022 & 2021) lagen, und so mittelfristig einen Knick hatten. Aber so ganz schlüssig ist damit die Argumentation der THE nicht. 

Auch ...

#1.1 -

jmwiarda Mi., 15.10.2025 - 15:04

Antwort auf von Anonym (nicht überprüft)

Die Fehler werden korrigiert. Ich hätte da genauer hinschauen sollen bei diesem Auf und Ab. 

Beste Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda

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