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Generationengerechtigkeit mal anders

Mehr Mütterrente? Warum nicht. Aber warum knausern wir gleichzeitig so bei den Jüngeren?

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Artikelbild: Generationengerechtigkeit mal anders

Drei Generationen (Skulptur von Carl Eggers in Rotenburg/Wümme).

HUBERTUS HEIL TAT so, als sei schon die Frage unanständig. Ob die Jüngeren nicht wieder die Verlierer der Rentenpolitik seien, wollte die FAZ vom neuen SPD-Arbeitsminister wissen, und der antwortete, der Versuch, Generationen gegeneinander auszuspielen, müsse endlich aufhören. "Ich kenne keine Großmutter", sagte Heil, "die ihrem Enkel die Zukunft verbauen will, und keinen Enkel, der seiner Großmutter nicht eine gute Rente gönnt."

Ein schöner Satz, kaum angreifbar. Doch wenn er stimmt, wie kann es dann eigentlich sein, dass unsere Gesellschaft ihrer Jugend seit so vielen Jahren ein derart krass unterfinanziertes Bildungssystem zumutet?

Trotz aller Beschwörungen der Bildungsrepublik investieren Bund, Länder und Gemeinden lediglich 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung in ihre Schulen und Hochschulen – und liegen damit fast ein Prozentpunkt unter dem Schnitt aller OECD-Staaten (5,2 Prozent). Dass es sich um eine Frage der politischen Prioritätensetzung handelt, zeigt ein zweiter Vergleich: Dem deutschen Staat sind seine Bildungseinrichtungen 9,4 Prozent der Gesamtausgaben wert. Die OECD insgesamt kommt auf 11,3 Prozent. Da sollte man sich auch nicht mit den Problemen des Föderalismus herausreden.

Kinder und Jugendliche dürfen noch ...

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Kommentare

#1 -

Uwe Geisler | Mo., 14.05.2018 - 01:09
Lieber Herr Wiarda,
Ihr Urteil in Sachen Generationengerechtigkeit fällt sehr (zu) freundlich zugunsten der Regierung aus.
Die Dramatik wird deutlicher, wenn man auf die langfristigen Wirkungen der Rentenpolitik schaut.
Ich hatte die Zahlen kurz vor der Wahl zusammengefasst:
https://twitter.com/uwegeisler/status/911272957103755264
Unsere Petition zur Erhöhung der Bildungsausgaben läuft noch:
http://openpetition.de/!bildungsoffensive
Besten Gruß, Uwe Geisler

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