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Jetzt ist die Gelegenheit da

Der Zugang zum Medizinstudium muss neu geregelt werden. Die Länder sollten es nicht dabei belassen. Eine umfassende Reform von Abitur und Studierendenauswahl wäre wünschenswert. Möglich ist sie auch. Ein Gastbeitrag von Peter Frankenberg.

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Artikelbild: Jetzt ist die Gelegenheit da
Foto: Heinrich-Vetter-Stiftung.

DER ZUGANG ZUM STUDIUM steht immer wieder in der Diskussion, wie zuletzt im Falle des Medizinstudiums. Man hat sich an den Numerus Clausus gewöhnt. Aber ist genügend bedacht, wie dieses Streben nach möglichst guten Abiturnoten das schulische Lernen verändert hat? Von "non scholae sed vitae discimus" kann keine Rede mehr sein. Die Oberstufenschüler treffen ihre Kurswahl nach den zu erwartenden Zensuren. Zwangsläufig werden so die Durchschnittsnoten im Abitur immer besser (noch nie gab es so viele Einser-Abiturabschlüsse wie heute), die Vergleichbarkeit von Schule zu Schule oder Land zu Land ist nicht wirklich gegeben.

Auch deshalb hat sich das Wissenschaftsnetzwerk der Konrad-Adenauer-Stiftung mit diesem Thema befasst. Es geht bei der Wahl des Studiums und der Bewerbung um einen Studienplatz um eine Lebensentscheidung, den Weg zum Beruf. Es geht um die Frage der Studierfähigkeit und der Berufsfähigkeit. Ein Einser-Abitur macht noch keinen guten Arzt! Die Vielfalt der Studien- und Hochschulangebote macht die Entscheidungen schwerer denn je, und dies nun für über ...

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Kommentare

#1 -

Mannheimer Studi | Fr., 03.08.2018 - 18:11
"Sie [Die Universität] ist nicht primär eine Institution unmittelbarer Berufsbildung"

Das ist eine schöne Utopie, die an der Realität zerschellt. Der überwiegende Teil meines Bachelorjahrgangs strebt keine wissenschaftliche Karriere an. Auch in meinem forschungsorientierten Master hat sich weniger als die Hälfte der Absolventen zur Promotion beworben. Selbst nach der Promotion verlassen viele die Universität Mannheim in Richtung Privatwirtschaft oder öffentliche Arbeitgeber.



"– abgesehen von universitären Studiengänge, die wie Medizin mit einem Staatsexamen enden, aber trotzdem forschungsorientiert sind."

Jetzt frage ich mich aber doch was an Medizin anders ist als an, sagen wir, Betriebswirtschaftslehre. Aber gut, ich lese das mal als ...

#2 -

Ruth Himmelreich | Mo., 06.08.2018 - 11:21
Klingt alles gut, wobei aber auf das eigentliche rechtliche Problem nicht hingewiesen wird: die Verfahren bei den Kunst- und Musikhochschulen (und beim Sport, übrigens!) sind so geregelt, dass die Hochschule nur die Bewerber nehmen muss, die sie für geeignet hält. Bleiben Plätze frei oder springen Bewerber ab, muss sie dafür nicht Kandidaten nehmen, die falsche Töne kratzen, nur Strichmännchen malen können oder einen Handstand nur vom Hörensagen kennen. Außerdem sind an diesen Hochscharten die Studierenden auch noch hervorragend betreut, gerne mit Einzelunterricht. Kein Wunder, dass die Abbrecherquoten niedrig sind.



Bei den "normalen" Studiengängen, die nicht so überbucht sind wie die ...

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