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Der Bund als Retter?

Erstaunlicher Erfolg: Innerhalb einer knappen Woche unterstützen über 32.000 Menschen eine Petition für eine entschiedenere Leseförderung.

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Artikelbild: Der Bund als Retter?

DEN KULTUSMINISTERN KANN diese Petition nicht gefallen. Der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dafür umso mehr. Seit vergangener Woche ist die "Hamburger Erklärung" bei Change.org online, gestartet hat sie die Hamburger Kinderbuchautorin Kirsten Boie. Auch die anderen 24 mehr oder weniger prominenten Erstunterzeichner sind in der Hansestadt zu Hause, darunter der Dirigent Kent Nagano, der Fernsehmoderator Ulrich Wickert, der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski und der frühere Erste Bürgermeister Klaus von Dohnanyi. Ihre Erklärung trägt den Titelzusatz "Jedes Kind muss lesen lernen!", und um dieses Ziel zu erreichen, fordern Boie und ihre Mitstreiter eine gesamtstaatliche Anstrengung bei der Leseförderung. Unverbindliche Absichtserklärungen, schreiben sie, reichten nicht mehr aus, die Politik müsse endlich handeln. Die Petition stößt auf eine erstaunliche Resonanz, innerhalb von sechs Tagen ist die Zahl der Unterstützer auf mehr als 32.000 hochgeschnellt.

"Seit dem vergangenen Dezember", steht da, "wissen wir: Knapp ein Fünftel der Zehnjährigen kann nicht so lesen, dass der Text auch verstanden wird." Ehrlich gesagt wussten wir das schon vor Dezember 2017, als die jüngste Ausgabe der internationalen Grundschul-Vergleichsstudie IGLU – mit für Deutschland enttäuschenden Ergebnissen – erschien. Denn ...

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Kommentare

#1 -

tmg | Mo., 20.08.2018 - 11:25
Doch, Herr Wiarda, man muss schon Vogel Strauss spielen, um nicht zu erkennen, dass diese Petition auch eine klare Ansage gegen den Digitalisierungswahn an Schulen beinhaltet. Lesen und Schreiben können sind ein sine qua non für eine gesellschaftliche Teilhabe - das Wischen auf einem tablet nicht. Unter anderem brauchen wir auch Journalisten, die erkennen, dass eine Formulierung wie '' ... nicht ganz zutreffenden Kunstgriff ... " sprachlich sinnlos ist.

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