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Europäische Universitäten: EU-Kommission kürt die ersten 17 Netzwerke

Frankreich am erfolgreichsten vor Deutschland, britische Hochschulen sind kaum noch mit dabei: eine erste Bilanz der heutigen Entscheidung.

DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION hat heute die Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde zu den "Europäischen Universitäten" bekanntgegeben. Wie der zuständige Kommissar für Bildung, Tabor Navracsics, mitteilte, wurden internationale 17 Allianzen mit insgesamt 114 Hochschulen aus 24 EU-Mitgliedsstaaten ausgewählt. 54 Netzwerke hatten sich beworben.

Jede erfolgreiche Allianz erhält nun über die nächsten drei Jahre insgesamt bis zu fünf Millionen Euro, um ihr prämiertes Konzept einer grenzüberschreitenden europäischen Hochschule zu verwirklichen. Angesichts von durchschnittlich sieben Mitgliedshochschulen pro Allianz aus mindestens drei Staaten fallen pro Hochschule weniger als 300 000 pro Jahr ab.

Auch die Gesamtfördersumme von 85 Millionen Euro mag niedrig erscheinen, liegt aber bereits deutlich über dem, was Kommission und Mitgliedstaaten zunächst veranschlagt hatten . Eine zweite Pilotausschreibung soll im Herbst folgen, dann sollen 120 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Am erfolgreichsten waren die Franzosen

Besonders gut abgeschnitten hätten die deutschen Hochschulen, betonte Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in einer ersten Stellungnahme. "An 14 der 17 ausgewählten europäischen Netzwerken sind deutsche Hochschulen beteiligt", sagte Alt.

Insgesamt kamen 15 deutsche Hochschulen zum Zug, weil bei einer Allianz ...

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Kommentare

#1 -

Th. Klein | Do., 27.06.2019 - 10:33
"Auffällig ist, dass keine einzige Fachhochschule den Zuschlag erhielt – obwohl offenbar mehrere mit Bewerbungen an den Start gegangen waren." - ja, das war aber zu erwarten, weshalb viele FHs/HAWs nicht in die erste Runde gegangen sind. Da wird die nächste Runde und das Verhalten der Auswahlkommission spannender.

#2 -

L. B. | Fr., 28.06.2019 - 11:05
In absoluten Zahlen haben Deutschland, Frankreich sowie Italien und Spanien gut abgeschnitten. Aber relativ zur Anzahl der Hochschulen pro Land ist das für Deutschland eigentlich weder außergewöhnlich noch ein besonders guter Schnitt.
Interessant ist vielleicht noch, dass verhältnismäßig viele südeuropäische Hochschulen vertreten sind aber relativ wenige osteuropäische.

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