Krise, Ruck, Aufbruch
Nächste Woche beginnt das Sommersemester? Von wegen! An vielen Hochschulen läuft es seit Wochen. Welche Erfahrungen sie mit Präsenz-Verbot und Komplett-Digitalisierung über Nacht gemacht haben: ein Erfahrungsbericht aus Lübeck von Muriel Helbig.

Peter Oldekop: " 2018 TH Lübeck neu.jpg" , CC BY-SA 3.0 .
DAS FRÜHJAHR 2020 an der Technischen Hochschule Lübeck im Zeitraffer. 12. Februar: Der physische Austausch mit unseren chinesischen Partnerhochschulen wird für das Sommersemester abgesagt, rund 60 Studierende sind betroffen. 7. März: Das Gesundheitsamt bestätigt die erste Infektion mit Covid-19 an der TH Lübeck. 9. März: Alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne, die Hochschule bleibt offen. 12. März: Die Präsenzlehre wird bundesweit verboten. Montag, 16. März: Die Vorlesungszeit an der TH Lübeck beginnt. 5000 Studierende strömen in die Studiengänge. Unsere Lehrende wollen sie erreichen. Aber unseren gewohnten Hochschulalltag gibt es nicht mehr.
In dieser "Woche 1" des Verbots der Präsenzlehre Mitte März geht es zunächst darum, die Gesundheit der Hochschulmitglieder zu gewährleisten. Wir organisieren die form- und fristlose Absage von Prüfungen? 500 Beschäftigte werden mehr oder minder planvoll ins Homeoffice geschickt. Reiserückkehrer dürfen die Gebäude nicht betreten. Wir schließen die Türen ab – ohne eigenen Schlüssel oder Termin kommt keiner mehr rein. Wir sind uns sofort einig: Dafür öffnen wir unsere virtuellen ...
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