So soll das Medizinstudium der Zukunft aussehen
Nächsten Donnerstag wollen die Kultusminister den "Masterplan Medizinstudium 2020" verabschieden. Bund und Länder, Gesundheits- und Hochschulpolitiker sind sich weitgehend einig. Streit gibt es um die geplante Landarztquote.

SCHON DER TITEL des Dokuments verrät den Anspruch. „Masterplan Medizinstudium 2020“ haben Bund und Länder die Vereinbarung genannt, die die Kultusminister am 16. März beschließen wollen. Das Papier stelle „die Weichen für die Ausbildung der nächsten Medizinergeneration“, heißt es im Vorwort des Entwurfs, eine Ausbildung, „die den Herausforderungen einer Gesellschaft des längeren Lebens gerecht werden“ könne.
Ein bisschen hochgehängt, könnte man sagen, angesichts von 37 Punkten auf 12 Seiten, verfasst in der üblichen Ministerialprosa. Andererseits: Am Widerstand der versammelten Ärzteschaft haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen, insofern ist das zwischen den Wissenschafts- und Gesundheitsministerien des Bundes und aller 16 Länder verhandelte Papier doch ein erstaunliches Signal in Richtung der medizinischen Fakultäten in der Bundesrepublik. Ein Signal, dass die Politik wirklich ran will an die Ärzteausbildung. Von einer „großartigen Leistung“ schwärmen schon einige in den beteiligten Ministerien, andere Minister gestehen selbstkritischer ein, dass die Finanzierung der Pläne noch überhaupt nicht gesichert sei. Und wenn es ...
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