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Medizin und Machtmissbrauch

Mehrere Skandale brachten 2019 medizinische Forschungseinrichtungen in die Schlagzeilen. Medizin ein strukturelles Problem?

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Artikelbild: Medizin und Machtmissbrauch

Foto: Pxhere - cco.

IM MÄRZ 2019 erschütterte die Präsentation eines höchst umstrittenen Bluttests für Brustkreb s das Universitätsklinikum Heidelberg. Gegen Christof Sohn, Chef der Universitätsfrauenklinik, wurde deshalb später ein Disziplinarverfahren eingeleitet .

Im September 2019 fiel das Schlaglicht auf Tübingen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) teilte mit , dass sie den international anerkannten Hirnforscher Niels Birbaumer für fünf Jahre als Antragsteller und Gutachter gesperrt habe. Gegen Birbaumer hatte es zuvor Vorwürfe der Datenmanipulation gegeben.

Sohn ist Mediziner, Birbaumer ist Neurophysiologe, war aber viele Jahre lang an einer Medizinischen Fakultät. Zwei Beispiele, doch gab es 2019 Vorwürfe gegen weitere hochrangige Vertreter der Hochschulmedizin. Meist handelte es sich um Männer, meist 50 oder älter.

Ein Fall von selektiver Wahrnehmung? Oder lässt sich hier womöglich ein gemeinsames Muster erkennen? Was sagen solche Beispiele über das System Medizin aus?

Eigentlich nichts, sagt Heyo Kroemer . Der 59-Jährige ist seit Anfang September Chef der Charité Universitätsmedizin. "Die Menschen, die in der Universitätsmedizin arbeiten", erklärt er, "sind genauso wie in allen anderen Organisationen, da gibt es keine Unterschiede." Kroemer selbst ist übrigens nicht Mediziner, sondern Pharmazeut und Pharmakologe.

Wissenschaft trifft auf Ökonomie

Dass das System Medizin sich von anderen unterscheidet, das sieht allerdings auch Kroemer so. Er sagt: "Was es tatsächlich nur in der Medizin gibt, ist die einzigartige Verbindung von Wissenschaft und einem großen ...

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Kommentare

#1 -

Wende | Mo., 05.10.2020 - 21:09
In mir bekannten Fällen wurden sämtliche gesetzlichen Bestimmungen wie § 630c BGB Informationspflicht, § 630d BGB Einwilligung, § 630e BGB Aufklärungspflichten und § 630h BGB Beweislast ignoriert.

Habe mir in einem Fall die Krankenunterlagen schicken lassen. Falsche Diagnosen wie z.B. GCS 15 (Bewusstlosigkeit) und Schweregrad III (Bewusstlosigkeit, Schädelbruch) waren in den Unterlagen von Ärzten angegeben worden, um Computertomografien und Röntgenaufnahmen zu rechtfertigen, obwohl ich keine Beschwerden und keine Bewusstlosigkeit sowie keinen Schädelbruch hatte und das sowie meine Verweigerung sogar in den Unterlagen bestätigt ist.

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