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Die Corona-Kinder kommen in die Pubertät

Kinder, die in der Grundschule von Corona-Maßnahmen betroffen waren, werden Teenager. Wie geht es ihnen?

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Artikelbild: Die Corona-Kinder kommen in die Pubertät

Bild: karosieben / Pixabay.

EIN BISSCHEN IST ES WIE DAMALS in der Pandemie. Wer belastbare, repräsentative und noch dazu aktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen haben wollte, erreichte in Deutschland rasch die Grenzen der zur Verfügung stehenden Daten. Während Großbritannien regelmäßig über alle Altersgruppen hinweg maß, was das Zeug hielt. Wer sich heute fragt, welche Langzeitwirkung Corona, Kontaktverbote und Lockdowns für das Verhalten von Kindern und Jugendlichen in der Schule hatten, erhält hierzu von Kultusministerkonferenz oder Bundesbildungsministerium keine Statistiken. Aber es gibt die jährliche nationale Auswertung des englischen Bildungsministeriums, über die zuerst der Guardian berichtete.

Die Zahlen sind erschreckend. Sie zeigen, dass zwischen den Schuljahren 2018/19 und 2022/23 der Anteil der englischen Siebt­klässler, die als disziplinarische Maßnahme zeitweise vom Unterricht ausgeschlossen wurden, um 54 Prozent gestiegen ist. Bei den Acht- und Neuntklässlern gingen die Suspendierungen um fast die Hälfte hoch, bei den Zehntklässlern um ein Drittel. Besonders steil war die Kurve bei den Mädchen. Ihr Anteil an allen Suspendierungen schoss von einem Viertel auf nahezu ein Drittel.

Im britischen Schulrecht gibt es zwei Formen der Suspendierung: die zeitweise, maximal 45 ...

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Kommentare

#1 -

Django | Mo., 07.10.2024 - 13:23
Wenn die "anekdotische Evidenz", sprich die Eindrücke, die ich von Eltern von Teenagerkindern im Kreise der Verwandten, Freunde, Kollegen mitbekomme, haben wir allen Grund, uns mindestens Gedanken, wahrscheinlich auch Sorgen zu machen. Man kann es auf die Formel "gestörte oder verzögerte sozial-emotionale Entwicklung" eindampfen; es fällt schwer, hier nicht auf die Pandemiemaßnahmen als bedeutenden Faktor zu verweisen.

#2 -

Dr. med. Wurst | Mi., 09.10.2024 - 12:02
Für Deutschland gibt es wie dargelegt keine Daten, daher auch von mir nur "gefühlte Evidenz" eines Praktikers.

Deutlich zugenommen haben Fälle, in denen Schüler nicht mehr in die regelmäßigen (Anwesenheits-)Zwänge des Unterrichtsbetriebs eingezwängt sein wollen oder können.

Mindestens zwei Gründe/Motivationslagen sind denkbar: (1) im corona-erzwungenen homeschooling auf den Geschmack gekommen - nicht mehr wollen

oder

(2) Angststörungen haben nachweislich zugenommen, dazu kommt Post-Covid, Fatigue-Syndrom u.ä. - nicht mehr können.

Denkbar sind Mischformen bzw. Kumulation. Die Schule muss erstmal rausfinden ob es um "nicht wollen" geht oder "nicht können".



Gerne genommen bzw. eingefordert werden [von den Eltern] aber Fernunterrichts-Angebote, Streaming (bitte ...

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