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Wir müssen das konfrontative Denken hinter uns lassen

Thüringens neues Hochschulgesetz ebnet den Weg zur Viertelparität. Wissenschaftsminister Tiefensee widerspricht Vorwürfen, das sei Symbolpolitik, und sagt, warum er nur dieses Modell für demokratisch hält.

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Artikelbild: Wir müssen das konfrontative Denken hinter uns lassen
Wolfgang Tiefensee. Foto: TMWWDG

Die rot-rot-grüne Koalition in Thüringen will die Viertelparität einführen. Ist das jetzt besonders fortschrittlich oder einfach nur rückwärtsgewandt?

Wir haben im Koalitionsvertrag verabredet, die Demokratie an den Hochschulen zu stärken. Das geht nur, wenn alle Statusgruppen im Senat auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.

„Statusgruppen“: Hinter dem sperrigen Begriff steckt die Idee der Gruppenhochschule, entstanden in den 1960er Jahren als Gegenentwurf zur „Ordinarienuniversität“, in der die Professoren allein das Sagen hatten. Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, die übrigen Mitarbeiter und die Professoren regieren gemeinschaftlich die Hochschule: Ist diese Vision der 68er nicht längst an der Realität gegenseitigen Blockierens gescheitert?

Das glaube ich nicht. Eine Hochschule gründet eben nicht nur auf der Professorenschaft und der Hochschulleitung. Gerade wenn wichtige Zukunftsentscheidungen anstehen, die mittelbar und unmittelbar die unterschiedlichsten Gruppen betreffen, braucht es eine gründliche Vorbereitung, die Rückbindung in die Mitte der Hochschule hinein. Meine langjährige politische Erfahrung lehrt mich, dass mehr Mitbestimmung nicht der Blockade Vorschub leistet, sondern die gemeinsame Motivation und den Gestaltungswillen stärkt. Vielerorts wird dieses kollegiale Miteinander auf Augenhöhe ja auch in den jetzigen Strukturen längst gelebt, wir wollen das befördern und zur Regel machen. >>


Die Thüringer Rektoren sind gegen die Pläne

"Hochschulreform ...

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