Die KMK muss man auch mal loben
Der Club der Bildungsminister planen im Stillen den Neuanfang. Und der könnte bemerkenswert werden. Die Geschichte eines möglichen Durchbruchs.

MIT EINER KRITIK liegt man als Bildungsjournalist eigentlich immer richtig. Mit der an der Kultusministerkonferenz: Bürokratisch, intransparent, unwirksam. Ein trauriges Aushängeschild des Föderalismus.
Natürlich ist diese Kritik unfair und einseitig. Aber die KMK liefert eben regelmäßig neue Beispiele. Erst neulich präsentierte sie eine Prognose zum Lehrerbedarf bis 2030 , bei der sogar die Kultusminister wussten, dass sie praktisch keine Aussagekraft hat. Weil jedes Bundesland ein bisschen anders zählt. Weil die Prognose damit eine Zusammenfassung von Modellrechnungen ist, die gar nicht zusammenpassen.
Offenbar war aber genau das eine gute Sache. Die Prognose hat nämlich auch in der KMK etwas zum Überkochen gebracht. Sie ist der Unverbindlichkeit der eigenen Beschlüsse, des Mangels an Konsequenzen endgültig überdrüssig. Und so haben die Kultusminister bei ihrer Sitzung vor zehn Tagen einen Reformplan verabredet, der es in sich hat. Das sollte man auch mal sagen. Und ja, die KMK dafür loben.
Teil eins des Reformplans: So eine Prognose soll es nie wieder geben. Die Minister haben sich auf einen Katalog an Themen verständigt, bei denen sie ...
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