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Karliczek muss handeln

Die Kritik an der Förderentscheidung für die Batterieforschung in Münster reißt nicht ab. Nach dem jüngsten Schreiben von drei Ministerpräsidenten an Kanzlerin Merkel muss die Bundesforschungsministerin jetzt in die Offensive gehen.

DASS DAS ÄRGER geben könnte, war Anja Karliczek schon klar, bevor die Entscheidung fiel. Immer wieder betonte die CDU-Bundesforschungsministerin im Vorfeld, dass sie sich aus den maßgeblichen Sitzungen und Diskussionen herausgehalten habe. Doch sie war es, die dann Freitagfrüh in einer Reihe mit Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer saß, um der Presse das Ergebnis des bundesweiten Standortwettbewerbs mitzuteilen. Die Forschungsfertigung geht nach – Münster.

Münster liegt direkt in direkter Nachbarschaft von Karliczeks Bundestagswahlkreis, zu dem auch ihre Heimatstadt Ibbenbüren gehört. Dort, so heißt es, könnten jetzt auch mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.

Hat die Sache also ein "Geschmäckle", wie auch CDU-Politiker in anderen Bundesländern kolpoltieren? In Baden-Württemberg vor allem, das sich mit Ulm besonders gut im Rennen sah. Doch auch in Niedersachsen (Bewerber: Salzgitter) und Bayern (Augsburg) wurde getuschelt und geschimpft, in den neuen Bundesländern ebenfalls. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Manuela Schwesig (SPD) sagte laut Hamburger Abendblatt : "Nach der Aussage, wir bräuchten kein Internet an jeder Milchkanne, greift Frau Karliczek wieder kräftig daneben." Als Bundesministerin müsse sich Karliczek "um mehr ...

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Kommentare

#1 -

Edith Riedel | Di., 02.07.2019 - 12:01
Wie auch schon bei der Entscheidung zu den Exzellenzclustern betreibt die Ministerin hier knallharte Parteipolitik. Für die Wissenschaft ist das katastrophal. Es ist gar nicht so, dass man Münster diese Strukturentwicklungshilfe nicht gönnen würde, es ist nur einfach so, dass es in diesem Wettbewerb um den besten Standort ging, nicht um Strukturentwicklungshilfe.

#2 -

Gerhard Schreier | Di., 02.07.2019 - 20:57
Die Inkompetenz dieser Ministerin war allen, die sich in der Szene, für die dieses Ressort zuständig ist, auskennen, von Anfang an vollkommen klar. Der Standort Münster mag für manche Stärke in der Forschung stehen, aber für Batterieforschung? Ganz gewiss nicht!

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