Die Schulöffnerin
Seit sechs Wochen ist Britta Ernst Präsidentin der Kultusministerkonferenz – und bietet als solche der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten vor deren Treffen die Stirn.

Am Tag der offiziellen KMK-Amtsübergabe: Britta Ernst.
Foto: MBJS.
SIE IST ERST seit 1. Januar Präsidentin der Kultusministerkonferenz, doch in diesen sechs Wochen hat Britta Ernst mehr Interviews gegeben als viele ihrer Vorgänger in der gesamten Amtszeit. Alle wollen immerzu von ihr wissen, wie es mit den Schulen weitergeht, wie sie in der Pandemie Präsenzunterricht überhaupt für verantwortbar halten kann und, ganz grundsätzlich, was für ein dysfunktionaler Klub diese KMK eigentlich ist.
Aufbrausendere Typen würden irgendwann aus der Haut fahren, abwiegeln, Vorwürfen mit Vorwürfen begegnen. Britta Ernst nicht.
Stattdessen hat sie mit ihrer Pressesprecherin schon mal eine Wette laufen, ob ihr im nächsten Interview mal eine Frage begegnet, die sie nicht schon gehört hat. Wenn nicht, antwortet sie trotzdem zum hundertsten Mal, wie es ihre Art ist: betont sachlich. So knapp, dass es manchmal schon kurz angebunden wirkt. Derart emotionslos, dass sie einem früheren Spitznamen ihres Mannes alle Ehre macht.
Karrierehindernis Mann
Dass Finanzminister Olaf ("Scholzomat") Scholz ihr Mann ist, den sie seit Juso-Tagen kennt, ist für ihre politische Karriere nur deshalb von ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen