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Was die Wissenschaftler sagen

Die Kultusminister wollen die Schulen künftig inzidenzunabhängig offenhalten und berufen sich dabei auf ungenannte Wissenschaftler. Wie aber beurteilen die eigentlich tatsächlich die Lage?

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Artikelbild: Was die Wissenschaftler sagen

Mit Präsenzunterricht planen. Foto: Bruno Germany / Pixabay.

NEULICH BERIEFEN sich die Kultusminister bei ihrer Forderung, die Schulen künftig inzidenzunabhängig offenzuhalten , auf namentlich nicht näher genannte wissenschaftliche Expertise. Was schwammig daherkam, jedoch offenbar damit zu tun hatte, dass für das vorangegangene Hintergrundgespräch mit fünf Wissenschaftlern und einer Wissenschaftlerin Vertraulichkeit vereinbart worden war.

Die Namen der Wissenschaftler, die am 30. Juli 2021 mit dem KMK-Präsidium konferiert und dort eine Reihe von Thesen vorgestellt hatten, machte die Pressestelle der Kultusministerkonferenz allerdings auf meine Nachfrage hin öffentlich. Es handelte sich um den Charité-Chefvirologen Christian Drosten, die Kinder- und Jugendmediziner Reinhard Berner und Jörg Dötsch von den Universitätskliniken in Dresden und Köln, den langjährigen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Gerd Fätkenheuer, und um die Epidemiologen Gérard Krause und Berit Lange, beide vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Dötsch, Krause und Lange verantworten auch die von der KMK in Auftrag gegebene Studie "COVID-SCHULEN", von der die Kultusminister nach langem Hin und Her kürzlich erste Zwischenberichte veröffentlicht hatten .

Es war also eine geballte Expertise, die ...

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Kommentare

#1 -

Dedo v. Krosigk | Mi., 25.08.2021 - 19:42
Es wäre schön, wenn sich Experten nur zu ihrem Fachgebiet äußern würden, also Mediziner zum altersabhängigen Krankheitsverlauf bei Covid oder der Bedeutung von Impfungen - und Lüftungsexperten und Aerosolforscher zur Wirksamkeit von mobilen Lüftern. Die haben da nämlich, jedenfalls teilweise, eine ganz andere Einschätzung als Herr Fickenscher

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Mi., 25.08.2021 - 20:53
@Dedo von Krosigk:



Die Ausschließlichkeit finde ich zu eng, sie würde bedeuten, dass 80 Prozent der Äußerungen von Wissenschaftlern wie Virologen oder auch Medizinern in dieser Krise nicht hätten getätigt werden dürfen. Ich stimme Ihnen aber ganz ausdrücklich zu, dass die Sichtweise der Kinder- und Jugendmediziner und ihrer Verbände eine weitaus stärkere Berücksichtigung bei der Einordnung von Corona-Infektionen und ihren Folgen für Kinder und Schulbetrieb finden sollten als bislang.



Beste Grüße!

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