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Berliner Exzellenzverbund drohen offenbar Millionenkürzungen

BUA-Chefs warnen Wissenschaftssenatorin Gote per Brandbrief vor "massivem Vertrauensverlust" für die Berliner Wissenschaftspolitik.

DIE SPARWELLE beginnt auch in der deutschen Wissenschaft zu rollen. Die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung stellt die hochfliegenden Ampel-Pläne in Frage , gleichzeitig berichten Hochschulrektoren aus mehreren Bundesländern, dass sie von ihren Ministern zum Gespräch gebeten werden. Kürzungspläne sickern durch, noch bevor sie spruchreif zu sind. Anderswo formiert sich bereits Widerstand.

In Berlin haben jetzt die in der "Berlin University Alliance" (BUA) zusammengeschlossenen großen Berliner Universitäten samt Charité einen Brandbrief an die neue Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote (Grüne) verschickt. Darin kritisieren sie beabsichtigte Kürzungen in Millionenhöhe, die den Exzellenzverbund betreffen würden. Sechs Millionen investiert der Senat pro Jahr über die landeseigene Einstein-Stiftung in die BUA. 5,4 Millionen davon, so ist aus der Wissenschaft zu hören, wolle die Landesregierung im kommenden Jahr 2023 einsparen. Zusätzlich sollen aus dem Doppelhaushalt 2020/21 stammende, bislang nicht verausgabte BUA-Mittel auf dem Spiel stehen.

Komme es dazu, "werde dies "massive Auswirkungen des Wissenschaftsstandorts Berlin haben und eine fatale Signalwirkung entfalten", lautet die Warnung in dem gestern verfassten Brief an Gote. Unterzeichnet hat ihn Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin und Sprecher der BUA – und zwar, wie es ...

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Kommentare

#1 -

hmm | Do., 17.03.2022 - 23:45
"Einen weiteren Streichposten sieht die Senatsverwaltung offenbar im Bereich der Diversitätsförderung und speziell von "Dual Career"-Geldern, denn auch dieser Ausgabenposten soll laut dem BUA-Brief empfindlich zusammengestrichen werden."



Die Auffassung, "Dual Career" sei eine Form von Diversitaetsfoerderung ist vielleicht etwas gewagt. "Dual Career" wird i.d.R. nur grösseren Fischen angeboten, die man unbedingt haben will und für die man diesen sehr sehr hohen Preis dann zu zahlen bereit ist. Aber das unter dem Deckmantel von Gender etc laufen zu lassen, ist natürlich elegant.

Dass prinzipiell bei Diversity-förderung gespart werden soll, erstaunt allerdings. Dass ausgerechnet dieser Senat auf einmal Vernunft zeigen sollte ... ...

#2 -

Edith Riedel | Sa., 19.03.2022 - 23:03
Die Auffassung, "Dual Career" sei Diversitätsförderung ist nicht nur etwas gewagt, sondern schlichtweg falsch und zudem beschädigend für das Konzept der Diversitätsförderung. "Dual Career" kommt in 95% aller Fälle alten, weißen Männern über 50 zugute. Da wird keine Diversität gefördert, da werden Professorenweibchen versorgt. Diese Gelder können gerne gestrichen werden.

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