In eigener Sache

LIEBE LESERINNEN UND LESER,
ich gebe zu, ich bin frustriert. Seit sieben Jahren betreibe ich diesen Blog. Alle Artikel waren kostenfrei zugänglich, und das soll und wird auch so bleiben. Ich weiß, dass Bezahlschranken aller Art inzwischen vielen Medien ihre Geschäftsgrundlage sichern. Ich habe mir jedoch den Luxus erlaubt, auf sie zu verzichten, ebenso auf Werbung jeder Art. Obwohl die Zahl meiner Leser:innen sich über die Jahre sehr positiv entwickelt hat.
Warum? Weil ich nebenher Einkünfte habe: Honorare für Beiträge in klassischen Medien, vor allem aber für Vorträge und Moderationen. Und weil ich daran glaube, dass für eine gesellschaftliche Debatte auf Augenhöhe alle denselben Zugang haben sollten zu Informationen, zu Nachrichten, Analysen und Meinungsartikeln. Unabhängig von ihrem Geldbeutel.
Allerdings glaubte ich lange auch daran, dass sich mit der Zeit schon genug Leute finden würden, die bereit sind, mir bei diesem Ziel zu helfen. Indem sie freiwillig und nach ihren Möglichkeiten einen Beitrag zur Finanzierung des Blogs leisten. So, wie ich es selbst mit meinem sonstigen Einkommen massiv tue.
Habe ich mich geirrt? Gibt es unter meinen monatlich vielen tausend Leser:innen so wenige, die sowohl den einen oder anderen Euro erübrigen können als auch diesen Blog als ...
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