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Studie: Lehrkräfte helfen bei sozialer Ausgrenzung eher einem Mädchen

Bildungsforscher machen Stereotype und Sozialisation verantwortlich. Dabei ist seit langem klar: Unter den Bildungsverlierern befinden sich besonders viele Jungen.

WISSENSCHAFTLER HABEN Lehrkräfte befragt, wie sie sich verhalten würden, wenn eines der Kinder in ihrer Klasse von den anderen ausgegrenzt wird. Einer Hälfte der Studienteilnehmer wurde ein Szenario beschrieben, in dem das Kind Lukas hieß. Für die anderen Hälfte ging es um eine Julia. Das Ergebnis: Bei Julia wollten deutlich mehr Pädagogen dazwischengehen als bei Lukas. Obwohl sich beide laut den vorgelegten Texten in exakt derselben Situation befanden. Wie kann das sein?

Die Studienleiterin Hanna Beißert vom DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation sagt, aus der (nicht repräsentativen) Untersuchung mit 101 teilnehmenden Lehrkräften aus unterschiedlichen Schulen lasse sich eine Erklärung nicht gesichert ableiten, aber: Die abweichenden Reaktionen passten "zu bestimmten sozialen Zuschreibungen", zu Stereotypen also. Etwa, dass Mädchen schutzbedürftiger und Jungen widerstandsfähiger seien.

Hoffentlich wird an der Stelle weitergeforscht. Es zeichnet sich seit langem ab, dass unter den Bildungsverlierern von heute und morgen die Jungen einen sehr hohen Anteil ausmachen. Sie bekommen im Schnitt die schlechteren Noten , erzielen die niedrigeren Schulabschlüsse und brechen häufiger ab.

Derzeit konzentriert sich die öffentliche Debatte ...

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