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Noch nicht vorliegende Sachverhalte

Der Fraunhofer-Senat entlastet den Vorstand der Forschungsgesellschaft wegen laufender Prüfungen nur teilweise. Ein Warnschuss für Präsident Reimund Neugebauer. Der zeigte sich zuletzt trotzdem auffällig guter Laune.

SELBST IN DER Fraunhofer-Zentrale rätseln viele, was genau los war im Senat der Forschungsorganisation am 19. Mai. Der Zugang zum Protokoll der mit Spannung erwarteten Sitzung ist streng reglementiert. Doch was nach draußen dringt, lässt aufhorchen: Das Gremium hat den Vorstand um Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer nur zur teilweisen Entlastung vorgeschlagen. Und die für die Entlastung zuständige Mitgliederversammlung ist dem Senatsvotum wenig später gefolgt.

Die Fraunhofer-Pressestelle betont auf Anfrage die Vertraulichkeit, der Sitzungen des Senats unterlägen. Bestätigt dann aber doch die Teilentlastung so, als sei sie das Normalste der Welt: Im Rahmen des Entlastungsvorschlags für das Rechnungsjahr 2021sei festgestellt worden, "dass zum Zeitpunkt der Befassung noch nicht vorliegende Sachverhalte hiervon nicht erfasst sein können". Dies entspreche übrigens auch der geltenden Rechtslage, fügt Fraunhofer-Sprecher Roman Möhlmann hinzu – als müsste das eigens betont werden.

Für Neugebauer, der bei der parallelen Vorstellung des Fraunhofer-Jahresberichts "trotz zahlreicher Herausforderungen ein "erfolgreiches Jahr 2021" sah, ist es ein peinlicher Vorgang. Denn der Vorstand, das waren seit mehreren Abgängen und Umstrukturierungen zuletzt nur noch er und sein ...

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