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Milliardenbedarf trifft Milliardenlücke

Die Länder zögern, der Bund kleckert: Warum das Sondervermögen für die Hochschulsanierung keine echte Entlastung zu bringen droht.
Hohe Tuerme aus Muenzen unter einem blauen Himmel.

Foto: asierromero / Freepik.

DIE HOCHSCHULEN nahmen die neue Bundesregierung beim Wort. "Eine Schnellbauinitiative von Bund und Ländern zur Modernisierung, energetischen und digitalen Ertüchtigung von Hochschulen und Universitätskliniken, inklusive Mensen und Cafeterien" hatte Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag angekündigt. Und nur wenige Tage, nachdem das neue Bundeskabinett vereidigt worden war, forderte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) per Beschluss : "Dieses Sofortprogramm sollte 38 Milliarden Euro nicht unterschreiten."

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hatte daraufhin bereits in ihren ersten Interviews Erwartungsmanagement betrieben. Die CSU-Politikerin sagte: Auch wenn eigentlich die Länder für den Hochschulbau zuständig seien – sie finde, "wir haben eine moralische Verantwortung, uns auch um die sogenannten Brot-und-Butter-Themen zu kümmern." Und wenn es mit einem kleinen Betrag sei: "Irgendwo anzufangen, ist allemal besser, als immer nur zu sagen: 'Das können wir uns sowieso alles nicht leisten.‘"

Viel versprochen, wenig eingeplant

Wie klein der Betrag im am Mittwoch beschlossenen Regierungsentwurf für 2026 ausfiel, überraschte dann doch: 60 Millionen. Vorgesehen nicht nur für die Schnellbauinitiative, sondern auch für eine Bund-Länder-Initiative Forschungsbau – finanziert aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität". Weniger als ein Sechshundertstel der von der HRK ...

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