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Mehr Gewalt, wenig Erklärung

Die Gewaltzahlen unter Kindern steigen. Das BKA spricht von Zukunftsängsten, multiplen Krisen und Social Media als mögliche Hintergründe. Doch ein entscheidendes Stichwort fehlt in der Debatte meist: die Corona-Pandemie. Ein Kommentar.
Nahaufnahme eines Jugendlichen vor grauer Wand, der sich schuetzend die Hand vors Gesicht haelt.

Bild: kues1 / freepik.

ERSTMALS SEIT 2021 ging die Kriminalität in Deutschland 2025 wieder leicht zurück, auch die Gewaltkriminalität. Auffällige Ausnahme: Die Zahl der Kinder, die einer Gewalttat verdächtigt wurden, ist laut kürzlich veröffentlichter Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) erneut gestiegen, wenn auch nicht mehr so stark. 2024 ging es noch um 11,3 Prozent rauf, 2025 um weitere 3,3 Prozent. Insgesamt 14.235 Kinder unter 14, denen Delikte wie Raub, gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung oder sogar Mord vorgeworfen wurden.



Auch die Zahl der einer Gewalttat verdächtigten Jugendlichen zwischen 14 und 18 liegt trotz eines deutlichen Absinkens 2025 um fast ein Viertel über dem Niveau von 2019. Was ist da los?



Was die Zahlen zeigen – und was sie nicht erklären

Das Bundeskriminalamt, das die PKS herausgibt, weiß es auch nicht, vermutet aber mit Verweis auf wissenschaftliche Erkenntnisse einen Zusammenhang mit der gestiegenen psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen, etwa durch "zunehmende Zukunftsängste angesichts multipler Krisen". Auch die "sehr umfangreiche Nutzung des Internets und von Social-Media-Angeboten durch Jugendliche" stelle einen ...

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