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Abschied einer leisen Treiberin

Mit Theresa Schopper verlässt nun wohl auch die einzig verbliebene Initiatorin von "Bessere Bildung 2035“ die Bildungsministerkonferenz. Was das bedeutet.
Theresa Schopper

Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg/Lukas Breusch.

ES WÄRE EIN VERLUST für die Bildungspolitik, und das nicht nur in Baden-Württemberg.

Als erstes meldete am Dienstag der SWR, dass sich die Sondierer von Grünen und CDU nicht nur auf 48 Punkte als Grundlage ihrer Koalitionsverhandlungen geeinigt hätten, sondern auch auf die Verteilung der Ministerien. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete wenig später: Teil des Deals sei, dass die Grünen das Kultusministerium an die Union abtreten.

Es wäre der Abschied von Theresa Schopper nach nur fünf Jahren Amtszeit, in denen sie sich – bei allen Konflikten und Widerständen – als eine der angesehensten Bildungsministerinnen der Republik etabliert hatte. Sie knüpfte dabei an eine bildungspolitische Neuorientierung an, die bereits unter ihrer CDU-Vorgängerin Susanne Eisenmann begonnen hatte, damals als Folge des baden-württembergischen Absturzes in einschlägigen Schulvergleichsstudien .

Schopper hatte das Umsteuern weiter politisch operationalisiert inmitten von Pandemie-Folgen, Lehrkräftemangel (samt übernommener Krise um 1.440 "vergessene" Lehrerstellen ) und zusätzliche Integrationsaufgaben. Sie hatte ihre Setbacks, darunter eine von den Lehrerverbänden scharf kritisierte Lehrkräfte-Werbekampagne mit teils unglücklich formulierten Claims . Parallel dazu brachte sie jedoch mit der ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | Do., 16.04.2026 - 17:42

Ich finde es einigermaßen lächerlich, diese "Ankündigungspolitik" mit den Prozentzahlen so hochzujubeln, wenn auch nicht ansatzweise klar ist, WIE man diese Verbesserungen erreichen will. Auch das Startchancenprogramm wird erstmal nur mit pauschalen Vorschusslorbeeren bedacht, gleichzeitig hört man was von bürokratischen Bremsen. Seit Erfindung der Kompetenzstufen wollen natürlich alle, dass die Verteilung auf diese Kompetenzstufen sich verbessern möge, vielleicht sogar der Stammtisch in den Wirtshäusern. Nur geschieht es bislang nicht, im Gegenteil. Genauso kann man ankündigen, innerhalb von 10 Jahren die Zahl der Verkehrstoten und der Selbstmorde um einen bestimmten Prozentsatz zu senken, ohne zu sagen, WIE das nun gehen soll. 

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