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Zwei Überraschungen, eine Verschiebung

Mit Andreas Jung und Ute Eiling-Hütig übernehmen zwei Unionspolitiker Bildungsressorts, die kaum jemand für sie auf dem Zettel hatte. Was ihre Berufungen über Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und die CDU-Macht im Bildungsföderalismus erzählen.
Screenshot Websites

Screenshots der Websites beider Bildungsministerien . Stand 12.05.26.

"DAS IST eine interessante Personalie", kommentierte Robin Alexander die Nominierung von Andreas Jung am Wochenende zum neuen Kultusminister von Baden-Württemberg. Interessant ist ein Understatement. Bildungspolitisch überraschend, bundespolitisch aussagekräftig, landespolitisch vielversprechend sind die Assoziationen, die mir dazu einfallen. Und am Dienstagmittag kam eine zweite, nicht weniger spannende Nachricht dazu: Die bayerische CSU-Landtagsabgeordnete Ute Eiling-Hütig soll Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz werden.

Beide Personalien verbindet das Überraschungsmoment. Weder Jung noch Eiling-Hütig hatten viele auf dem Zettel für die Jobs, die sie jetzt übernehmen sollen. Jung die Nachfolge von Theresa Schopper, nachdem die baden-württembergischen Grünen das Ressort in den Koalitionsverhandlungen an die CDU abgetreten haben. Eiling-Hütig das Amt von Kurzzeitminister Sven Teuber, dessen Partei, die rheinland-pfälzische SPD, das Gleiche tat.



Was Jung und Eiling-Hütig unterscheidet – und was sie verbindet

In ihrer bildungspolitischen Erfahrung unterscheiden die beiden sich dafür umso deutlicher. Jung ist in der Hinsicht ein nahezu unbeschriebenes Blatt. 2019 hat er den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zum Digitalpakt I geleitet. Er sagt über sich selbst, er stehe für Chancengerechtigkeit: "Egal welche Herkunft, egal welche Verhältnisse, jedes Kind soll die gleichen Bildungschancen erhalten." Berufliche Bildung will er aufwerten. Alles Weitere wird man sehen müssen. Denn bislang gab es für Jung kaum Gelegenheit, sich zur Bildungspolitik zu äußern. Seit seinem Einzug in den ...

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