Ich weiß nicht, warum das getwittert wird
Zerlegt die Kultusministerkonferenz gerade sich selbst? Warum die neue KMK-Präsidentin Britta Ernst solche Kritik "abwegig" findet, die Corona-Schulpolitik der einzelnen Länder konsistent und den Digitalunterricht besser als seinen Ruf. Ein Interview über das Infektionsrisiko an Schulen hohe Erwartungen an die Bildungspolitik – und die Zukunft des Bildungsföderalismus.
Jedes Jahr übernimmt ein anderes Land die Präsidentschaft in der Kultusministerkonferenz (KMK). Dieses Jahr ist Brandenburg dran – und damit Bildungsministerin Britta Ernst. Normalerweise ist der Job der KMK-Präsidentin zu Jahresanfang recht geruhsam. So richtig geht es erst nach der offiziellen Amtsübergabe Mitte Januar los. Doch 2021 ist alles anders. Seit dem Neujahrstag gibt Ernst ein Interview nach dem anderen, so eine Dichte an Presseanfragen habe sie noch nicht erlebt, sagt ihre Pressesprecherin. Kein Wunder: Nach den Corona-Beschlüssen der Regierungschefs und ihrer umstrittenen Umsetzung durch die Länder gibt es viel zu besprechen.
Frau Ernst, solange die Kultusminister dafür kämpften, die Schulen im Präsenzbetrieb zu halten, musste die Kultusministerkonferenz (KMK) teilweise heftige Kritik aushalten, wirkte aber für ihre Verhältnisse erstaunlich geschlossen. Dann kam der Shutdown – und plötzlich macht jeder wieder sein eigenes Ding?
Diesen Eindruck teile ich überhaupt nicht. Unsere Einigkeit in der KMK ist im vergangenen Jahr in der Tat gewachsen. Und sie ist ungebrochen – genau wie unser Plädoyer für offene Schulen. Fakt ist aber auch, dass auch die Bildungseinrichtungen die Kontakte minimieren müssen, um im Lockdown ihren Beitrag zu leisten, damit die Intensivbett-Kapazitäten entlastet werden. Dazu haben wir uns als Kultusministerinnen und Kultusminister bereiterklärt.

Britta Ernst, 59, ist SPD-Politikerin und seit 2017 Bildungsministerin von Brandenburg. In diesem Jahr hat sie zusätzlich die Präsidentschaft in der Kultusministerkonferenz (KMK) inne. Von 2014 bis 2017 war die Sozialökonomin bereits Bildungsministerin in Schleswig-Holstein.Foto: ©MBJS/Axel Schön
Wo sehen Sie denn gegenwärtig noch eine gemeinsame Linie? Berlin lässt demnächst wieder fast alle Klassenstufen in den Unterricht gehen, Baden-Württemberg will am 18. Januar die Grundschüler in den Präsenzunterricht schicken. Währenddessen lassen Bayern, Sachsen oder Schleswig-Holstein erstmal alles zu.
Wir haben am Montag in der KMK einen gemeinsamen Stufenplan beschlossen, und an den Rahmen, den dieser Plan setzt, halten wir ...
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Kommentare
#1 - Nur eine kurze Anmerkung. Schleswig-Holstein lässt nicht…
#2 - @Tatjana: Vielen Dank für die Anmerkung! Sie haben Recht,…
https://www.jmwiarda.de/2021/01/06/kitas-und-schulen-was-die-länder-jetzt-vorhaben/
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