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Mehr Ideen auf den Markt bringen

Die Hochschulrektorenkonferenz ist plötzlich für die Gründung einer Deutschen Transfergemeinschaft, sogar die DFG scheint nicht mehr grundsätzlich abgeneigt. Warum eine neue Organisation gegen die deutsche Innovationsschwäche helfen würde.

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Artikelbild: Mehr Ideen auf den Markt bringen

Foto: Anemone123/Pixabay .

AUCH WENN DEUTSCHLAND bei der Impfstoff-Entwicklung gegen Covid-19 international vorn dabei war: Ausgerechnet der überschwängliche Stolz und die Begeisterung über diese außergewöhnliche Leistung zeigen, wie bedrückend Deutschlands Innovationsschwäche in den vergangenen Jahren geworden ist.

Wissenschaftler:innen sammeln ständig neues Wissen und machen immer wieder bahnbrechende Entdeckungen. Doch zu wenige der vielen guten Geschäftsideen, die daraus entstehen, schaffen es in die Anwendung, und noch weniger davon in so kurzer Zeit, dass Wettbewerber anderswo nicht schon längst das Rennen gemacht hätten. Komplett auf der Strecke bleiben meist die besonders ausgefallenen Einfälle, weil Geldgebern und Unternehmen das Risiko einer Beteiligung zu hoch ist.

Umso besser, dass die Coronakrise jetzt einen Vorschlag voranbringt, der seit Jahren kursiert. Die Rede ist von einer "Deutschen Transfergemeinschaft" als Pendant zur Deutschen Forschungsgemeinschaft. Mit dem Unterschied, dass die DFG vor allem die Grundlagenforschung fördert, eine "DTG" aber den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft hinein unterstützen würde.

Der Fachhochschulverbund "Hochschulallianz für den Mittelstand" hat den Vorschlag erstmals 2017 gemacht, 2018 ...

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Kommentare

#1 -

Th. Klein | Mo., 03.05.2021 - 21:31
"Es geht nicht um die Umverteilung von Fördergeldern" - na ja, nicht direkt. Aber letztlich geht es um Mittel im Wissenschaftssystem, die andere Institutionen oder Förderprogramme nicht erhalten werden bzw. die anderweitig nicht verfügbar sein werden. Deshalb kann man sich den (bisherigen) Widerstand schon erklären.

#2 -

Dagegen! | Di., 04.05.2021 - 10:49
"Alt sprach auf einer Pressekonferenz sogar von Unterstützung für die Idee aus der DFG – was fast schon sensationell wäre, weil die mächtige Forschungsgemeinschaft die DTG-Idee lange argwöhnisch als potenzielle Konkurrenz beäugt hatte. "



Vielleicht hat sich auch nur jemand erbarmt, sich mit Alt hingesetzt und ihm geduldig erklärt, was ein Dunning-Kruger ist ... .



Dass sich die Universitäten und die DFG bislang gegen eine DTG gestemmt haben, könnte schlicht auf Hybris zurückzuführen sein: Sie haben gedacht, dass sie als steuerfinanzierte Bollwerke mit der Privatwirtschaft wettbewerbsfähig sind. Die großen Forschungsskandale in der letzten Zeit müssen sie aber eines besseren belehrt ...

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