Die Hochschulen sitzen am Katzentisch
So wichtig die geplante Deutsche Agentur für Transfer und Innovation ist, so wenig nachvollziehbar lief die Besetzung ihrer Gründungskommission. Ein Gastbeitrag von Muriel Helbig.

Muriel Helbig, 48,ist promovierte Psychologin und seit 2014 Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck.Foto: TH Lübeck.
DATI. SIE IST SO WICHTIG, denn als Deutsche Agentur für Transfer und Innovation soll sie "über starke Transfernetzwerke, sogenannte regionale Innovationsökosysteme, neues Wissen aus der Forschung und innovative Ideen schneller in die Anwendung bringen." So zumindest steht es auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Zwei Jahre nach der Verankerung der DATI im Koalitionsvertrag, nach dem Rücktritt eines Staatssekretärs, dem Verriss eines ersten Eckpunktepapiers im Haushaltsausschuss, nach einem laut BMBF "transparenten Weg mit Stakeholdern" wurde nun in einem völlig intransparentem Verfahren eine Gründungskommission erfunden und besetzt, die laut BMBF den Auftrag hat, "Vorschläge für Standort und Leitungspersonal zu entwickeln" und weiterhin "Empfehlungen zu inhaltlichen und prozeduralen Aspekten beim Auf- und Ausbau der DATI zu geben" (man genieße die Reihenfolge der Aufgabenbeschreibung).
Die Einrichtung einer Gründungskommission wäre an für sich ein sinnvoller nächster Schritt. Wenn, ja wenn man sich dabei an seine eigenen Worte gehalten hätte – beispielsweise an die des Ampel-Koalitionsvertrages: "Mehr ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen