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Das muss unsere Botschaft sein, laut und klar

Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs über die neue Wissenschaftsministerkonferenz, die Perspektiven von Wissenschaftszeitvertragsgesetz und DATI nach dem Ampel-Aus, den Zustand der Hochschulfinanzierung – und warum er nach der Göttinger Präsidentenabwahl über eine Änderung des Hochschulgesetzes nachdenkt.

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Falko Mohrs , Jahrgang 1984, absolvierte ein duales Studium bei Volkswagen und an der Ostfalia Hochschule. Bevor er 2017 per Direktmandat für die SPD in den Bundestag einzog, arbeitete er bei Volkswagen, zuletzt als Koordinator in der Touran- und Tiguan-Fertigung. Im November 2022 berief ihn Ministerpräsident Stephan Weil zum neuen n iedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur. Seit November 2024 koordiniert er die Politik der SPD-Wissenschaftsminister.Foto: Moritz Küstner.

Herr Mohrs, die Wissenschaftsminister der Länder waren in Feierstimmung vorvergangene Woche, als Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen die neue "Wissenschafts-MK" konstituiert haben. Was rechtfertigte ein solches Ausmaß selbstverabreichter Vorschusslorbeeren?

Natürlich muss die Konferenz jetzt die mit ihr verbundenen Hoffnungen einlösen. Trotzdem glaube ich, dass schon der erste Schritt der Gründung ein bedeutender war. Die Schulthemen haben in der KMK sehr viel Raum beansprucht. Eigenständigkeit heißt, dass wir als Wissenschaftsminister jetzt eigenständig unsere Themen setzen können. Welche inhaltliche Dynamik das freisetzt, kenne ich aus der schon länger unabhängig agierenden Kulturministerkonferenz. Insofern war unsere Euphorie nicht gespielt.

Es freut mich für Sie und Ihre Kollegen, dass Sie jetzt weniger das Gefühl haben, Ihre Zeit zu verschwenden als vorher in der großen Runde der Kultusministerkonferenz. Aber welche inhaltlichen Hoffnungen wollen Sie einlösen?

Klar: Am Ende hat die Wissenschafts-MK keinen Selbstzweck, sondern ihr Erfolg misst sich am Nutzen für die Wissenschaft. Mein Eindruck ist, dass deren Bedeutung in der Breite der Gesellschaft noch unterbewertet ist, obwohl, und das mag jetzt binsenartig klingen, keine Herausforderung, vor der wir stehen, ohne Wissenschaft gelöst werden kann. Kein neuer Wohlstand ohne Innovation, keine Behebung des Fachkräftemangels ohne Hochschulen, kein Mehr an Sicherheit in einer Welt, in der sich Deutschland und Europa neu behaupten müssen, ohne die Forschung. Das muss unsere Botschaft als Wissenschaftsministerkonferenz sein, laut und klar, um im Kampf um die vorhandenen Ressourcen die Kraft für die Wissenschaft zu sichern, die sie braucht.

Die ...

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Kommentare

#1 -

Frauke J. | Mi., 04.12.2024 - 12:20
Um es vorwegzuschicken: Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs macht einen guten Job! Dass er im Fall des Göttinger Präsidenten zu früh mit seiner Auffassung an die Presse gegangen ist, war ein Fehler, aber wer macht die nicht? Jedenfalls hat er die Professorinnen und Professoren (inkl. Hochschulleitungen) in Niedersachsen Lügen gestraft, die nach Bekanntgabe von Falko Mohrs als Wissenschaftsminister diesen rasch für ungeeignet erklärt hatten. Begründung: er hat keinen Universitätsabschluss.



Im Fall des Göttinger Präsidenten liegt der Fall genau gegensätzlich: als W3-Professor „muss“ er für seine Aufgabe als Präsident geeignet gewesen sein. Da dies für eine Gruppe von Professorinnen und Professoren an ...

#2 -

Felix Groß | Mi., 04.12.2024 - 13:58
Interessantes Interview, keine Frage. Betr. der Kompetenzverteilung bei den Ämtern bzw. Änderung des Hochschulgesetzes sollte man an NRW denken. Das hätte
ggf. die Querelen in Fall von Metin Tolan ersparen können.

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