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Wenn die CDU sagt, was Max Planck will

Still war es geworden um Martin Stratmanns Idee von den "Max Planck Schools". Aber nur scheinbar. Mit dem neuem Strategiepapier der Unionsfraktion ist das Promotionsrecht für die Außeruniversitären plötzlich nah wie selten.

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Artikelbild: Wenn die CDU sagt, was Max Planck will
Foto: Max-Planck-Generalverwaltung in München

WAS WAREN DIE Herren bescheiden. Sie erinnern sich vielleicht: Vor einigen Wochen hatte ich bei den Chefs der großen nichtuniversitären Forschungsorganisationen nachgefragt, ob sie jetzt ebenfalls das Promotionsrecht wollen. Hintergrund war, dass Hessen dem ersten Fachbereich einer Fachhochschule die Genehmigung gegeben hatte, eigenständig den Doktorgrad zu verleihen. Doch die Präsidenten von Max-Planck, Helmholtz und Leibniz antworteten unisono: Nein, danke. Nur Fraunhofer-Chef Reimund Neugebauer druckste ein bisschen herum, aber auch er konnte sich nicht zu einer klaren Forderung pro Promotion durchdringen. Am anderen Ende der Skala hockte Matthias Kleiner von Leibniz, der bemerkenswert klar formulierte : „Wir wollen das Promotionsrecht nicht, wir brauchen es nicht, und es könnte sogar schaden.“

Einer hielt sich unauffällig in der Mitte. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). „Für die MPG ist das Promotionsrecht derzeit kein Thema“, antwortete er. Das wichtigste Wort in dem Satz war das drittletzte: derzeit. Die Hintertür, die es aufließ, war riesengroß, und das Kalkül Stratmanns wird ...

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Kommentare

#1 -

Jakobskaffee | Mo., 30.01.2017 - 17:01
Wenn ich mir die teils sehr erbärmliche Qualität der Diskussionen an meiner Hochschule zum Thema Qualitätssicherung der Promotion ansehe, kann ich dem Vorschlag eines Promotionsrechts für die großen Wissenschaftsorganisationen nur zustimmen. Die Hochschulen müssen sich hier an die eigene Nase fassen... Der Zug des Exklusivrechts ist wohl nur leider abgefahren...

#3 -

Christina Beck… | Mi., 01.02.2017 - 18:21
Man soll ja nicht aus noch unveröffentlichten Papieren zitieren, aber in diesem Fall möchte ich das doch tun. In dem Papier der Max-Planck-Gesellschaft zu den Max Planck Schools, das derzeit auf politischer Ebene diskutiert wird (und zwar über Parteigrenzen hinweg), heißt es: "Das Konzept ist ausdrücklich als Kooperation mit den deutschen Universitäten angelegt, es wird kein Promotionsrecht für die MPG angestrebt." Also keine Aufregung nötig - die MPG will nicht zur Universität mutieren!

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