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Den Wandel ausbuchstabieren

Vor dem Bundestag hat Anja Karliczek mutig Veränderungen angekündigt. Die muss sie nun liefern. Mehr noch: Sie wird sie zuvor noch genauer erklären müssen.

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Artikelbild: Den Wandel ausbuchstabieren

BUNDESFORSCHUNGSMINISTERIN ANJA KARLICZEK hat vergangene Woche im Bundestag "mehr Dynamik und mehr Mut" beschworen, um Deutschlands Innovationskraft zu stärken. "Das ist nicht nur eine Frage von monetärer Förderung", sagte sie, "sondern auch von kluger Strategie und Kulturwandel."

Die Plenarrede der CDU-Politikerin war bemerkenswert. In ein paar wenigen Minuten gelang es Karliczek, ihre politischen Leitlinien für die nächsten Jahre zu skizzieren, für Bildung und Forschung gleichermaßen. Deren Stoßrichtung lässt sich in einem Halbsatz zusammenfassen, und der lautet: mehr aus dem vorhandenen Geld herausholen.

Die klare Ansage entspricht, soviel lässt sich bereits sagen nach bald vier Monaten im Amt, Karliczeks Überzeugung, sie reagiert aber auch rhetorisch auf die sich verändernden finanzpolitischen Rahmenbedingungen.

Erstmals seit vielen Jahren stagniert das BMBF-Budget bei rund 17,6 Milliarden Euro. Das ist nicht Schuld der Ministerin . Doch stärker als ihre Vorgängerinnen spürt sie den Erwartungsdruck, die in den vergangenen zehn, 15 Jahren immens gestiegenen Bundesausgaben für Forschung (und Bildung) argumentativ abzusichern. Sie selbst formulierte das in ihrer Rede wie folgt: "Mir geht es nicht darum, jedes Jahr mehr Geld ...

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Do., 12.07.2018 - 20:18
Die Agentur für Sprunginnovationen könnte sie schon mal einsparen. Das ist ein reiner Cargo Cult. DLG wäre denkbar und auch gut. Mal sehen, was daraus wird. MPI innovativ? Da müssen wir mal defiieren was innovativ eigentlich bedeutet.

Meine 2 cents für heute.

#2 -

Blub | Fr., 13.07.2018 - 21:21
Die 'Qualität der Lehre' soll im Zentrum der neuen Pakte stehen.



Die Steigerung der Qualität der Lehre stand bereits die letzten Jahre im Zentrum des 'Qualitätspaktes Lehre' (QPL). Gefördert wurden und werden Projekte an etwa 150-170 Hochschulen in Deutschland. Der Zweck dieser Projekte besteht darin, Lehrende bei der Anhebung der Qualität der Lehre zu unterstützen. Dies geschieht meist durch Lehrberatung oder andere Unterstützung. Für diese Aufgabe sind in den letzten Jahren - finanziert durch den QPL - an den Hochschulen 'Zentren für Lehre' entstanden.



Aus organisatorischer Sicht ist der Auftrag der 'Zentren für Lehre' die 'Veränderung der Lehrkultur' an den ...

#3 -

Ruth Himmelreich | Di., 17.07.2018 - 17:00
Mit "Qualität der Lehre" sollte man ernst machen. Für mich beginnt sie mit vernünftigen Gruppengrößen vor allem an den Unis mit ihren schlechten Betreuungsrelationen. Wenn die Gruppen so klein sind, dass ein individuelles Feedback gegeben wird, brauche ich viel weniger projektbezogenes Drumherum, wie es der "Pakt für die Lehre" so reichlich (und befristet) geliefert hat.



Akademisches Schreiben lerne ich am besten nicht in einem akademischen Schreibzentrum, unterrichtet von einem/r E13-Mitarbeiter/in mit vielleicht einer Fortbildung zum "Akademischen Schreibcoach", sondern von einer Fachvertreterin in meinem Studiengang, die selbst wissenschaftlich publiziert. Das geht nicht in Übungen mit 80 Teilnehmern.



Die Idee, mehr aus ...

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