Ein Versprechen, viele Fragen und zu wenige Antworten
Die Kultusminister betonen das Recht auf Bildung und das Ziel eines schulischen Regelbetriebs in erfreulicher Deutlichkeit. Einerseits. Andererseits lässt ihr heutiger Beschluss so vieles im Unklaren, dass es besorgniserregend ist.
IST DAS NUN EIN VERSPRECHEN oder doch eher Gepoker? Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat heute Nachmittag wie erwartet beschlossen, spätestens nach den Sommerferien wieder einen regulären Schulbetrieb aufzunehmen. Und die Minister machten gleich in Punkt eins ihres Beschlusses das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung geltend – "endlich", wie FAZ -Journalistin Heike Schmoll in einem Kommentar betonte. Fairerweise muss man sagen: endlich und erneut. Die Kultusminister hatten schon vor einigen Tagen in ihrem ersten gemeinsamen Beschluss zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs ein klares Bekenntnis abgegeben .
Doch was nach dieser programmatischen Ansage folgte, ließ auch nach ihrem aktuellen Beschluss Fragezeichen offen. So viele, dass sehr fraglich ist, ob die Kultusminister in den paar Wochen, bis das neue Schuljahr anfängt, alle nötigen Antworten finden werden.
So sollen die Kinder und Jugendlichen "nach geltender Stundentafel in den Schulen vor Ort und in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden".
Frage: Wenn es eine feste Lerngruppe ist und nicht ihr normaler Klassenverband, wie passt ...
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