Das brüchige Schulversprechen der Kultusminister
Die Bildungspolitik plant den Regelbetrieb für alle Schüler nach den Sommerferien. Das ist gut so. Doch sollte sie sich zugleich verlässlich auf eine zweite Corona-Welle vorbereiten – und dann zwischen älteren und jüngeren Schülern differenzieren.
IN ISRAEL läuft sie längst, die zweite Corona-Welle. In Australien und Japan ebenso, in den USA sind die Neuansteckungen hoch wie nie. Auch in Deutschland stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder, das Robert-Koch-Institut bezeichnet die Entwicklung als "sehr beunruhigend".
Ohne gleich in Alarmismus zu verfallen, der Blick ins Ausland zeigt: Die erst wenige Tage alte Einschätzung von Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, Deutschland habe das Virus derzeit "im Griff", kann, wie er selbst sagte, nur eine "Momentaufnahme" sein. Erst recht in der Urlaubszeit.
Verlässliche Kriterien, wie lange der Regelbetrieb bleibt, fehlen
Genau das macht das Versprechen der Kultusminister, nach dem Sommerferien überall zum schulischen Regelbetrieb zurückzukehren, sofern und solange "es das Infektionsgeschehen zulässt", so brüchig. Denn verlässliche Kriterien, ab wann das Infektionsgeschehen nach Meinung der Länder zu heftig für den Regelbetrieb wäre, fehlen noch immer.
Das ist ein enormes Manko – vor allem, wenn man sich zugleich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass bei einigen Politikern und in einigen Teilen der ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Ich bin in der Pädagogik U6 tätig... Alle Eltern rufen…
#2 - Hallo Hr Jiwarda,danke df. Ihren Beitrag. Was mich nur…
danke d
f. Ihren Beitrag. Was mich nur immer wieder wundert ist der sich zu Aussagen hinreißende Kommentator, in Ihrem Fall sogar in der Zeitung zumind. online. Sie beziehen sich auf Studienaussagen und verallgemeinern diese zu bildungspol. Handlungsempfehlungen, mit Forderungscharakter. Meine Forderung wäre selbige Studien auf die Sie sich beziehen sauber zu zitieren und damit dem Leser die Möglichkeit zu geben sich ein eigenes Bild zu verschaffen. Meine Beobachtung journalistischer Tätigkeit mit Bezugnahme auf "irgendwelche wissenschaflichen Studien" ist eine oft selektive, wenn nicht sogar oft falsch verstandene Übernahme bzw. Interpretationvon "Studienergebnissen" ohne über statistische Validität bzw. von ...
Neuen Kommentar hinzufügen