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Was die Kultusminister jetzt tun sollten

Die Corona-Zahlen steigen und steigen. Können da die Schulen einfach wie bislang weiterlaufen? Sechseinhalb Vorschläge, was die KMK jetzt beschließen müsste.

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Artikelbild: Was die Kultusminister jetzt tun sollten

Foto: pixabay.

NÄCHSTE WOCHE enden in sieben Bundesländern die Herbstferien, parallel klettern die täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen auf immer neue Rekordwerte. Und auch immer mehr Kinder stecken sich nachweislich mit dem Virus an – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Können die Schulen da einfach weiter wie bislang offen bleiben?

Obwohl gerade die Zahlen bei den 0- bis 14-Jährigen differenziert zu betrachten sind (siehe Kasten unten), stieg der öffentliche Druck auf die Kultusminister zuletzt enorm an. Lehrerverbände, Bildungsgewerkschaften und Bundeselternrat kritisieren die KMK immer lautstärker für ihr Festhalten am Regelbetrieb auch in den immer zahlreicheren Regionen, wo pro Woche mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gezählt werden.

Gleichzeitig warnen Bildungsforscher, Psychologen und Sozialwissenschaftler vor den Folgen einer erneuten Aussetzung des täglichen Schulbetriebs besonders für die jüngeren Kinder. Und hatte nicht die Politik gerade erst geschworen, das Offenhalten von Wirtschaft und Bildungseinrichtungen habe die höchste Priorität in der Pandemie?

Vergangene Woche haben die Kultusminister bereits virtuell zu Corona konferiert und sich mit lobenswerter – und mutiger – Klarheit zur Priorität offener Schulen bekannt. Heute Mittag sind sie erneut zu einer Schalte verabredet. Sechseinhalb Vorschläge, was sie jetzt beschließen sollten.

1. Eine einheitliche Maskenpflicht für alle ab Klasse 5

Den Kultusministern wird vorgeworfen, sie ignorierten die jüngsten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu Maskenpflicht und einer automatischen Aussetzung des Regelbetriebs an den Schulen abhängig von den regionalen Infektionszahlen. Tatsächlich hat aber das RKI selbst auf Nachfrage der Stuttgarter Zeitung noch einmal betont, dass es gar keinen automatischen Übergang zum Wechselmodell (Abstandsregeln im Klassenzimmer, dadurch halbe Klassen, halber Präsenz- und halber Fernunterricht) gefordert habe, sondern ihn neben einer sogenannten Inzidenzschwelle an ergänzende Risikofaktoren geknüpft sehen will. So solle ein Wechsel erwogen werden, wenn in einer Region neben einer 7-Tages-Inzidenz von über 50 pro 100.000 Einwohnern Infektionsketten vermehrt nicht nachvollziehbar und Quellfälle häufig nicht mehr zu ermitteln seien.

Was die Maskenpflicht angeht, sind dagegen bundesweit einheitliche Bestimmungen in der Tat überfällig. Es handelt ...

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Kommentare

#1 -

AlfredM | Sa., 24.10.2020 - 01:56
Interessanter Ansatz und spannend, dass es aktuell noch keine Evidenz zum Einfluß von Kindern unter 10 auf das Infektionsgeschehen gibt. International sollte da doch aber bereits eine Studie gemacht worden sein.

Ansonsten. Epidemiologie und Virologie sind das eine, aber Ethik, Ökonomie, Psychologie usw. Müssen definitiv bei allen Maßnahmen mitgedacht werden.

Nur ein ganzheitlicher Ansatz, sorgt dafür, dass die Maßnahmen auch weiter von der breiten Bevölkerungsmehrheit mitgetragen werden.

#2 -

Falk Schmidt | Sa., 24.10.2020 - 02:07
Spätestens Weihnachten sind die Schulen in eh zu, da sie leer sind! Zwar hat keiner Corona aber alle sind wegen Erkältung, Grippale Infekte... Zu Hause! Die 20-5-20 Regelung heißt in Dresden 24-7!!! Das heißt, dass die Fenster laut diverser Lehrer die gesamte Zeit offenbleiben müssen! Das ist nicht Ur unzumutbar sondern verstößt auch gegendie ASR6 (Klassenraum hat eine Temperatur von 19 bis 26 GradCelsius zu haben)

Warum sind den Kultusminister unsere Kinder nichts wert? Die sind unsere Zukunft und gerade da sollte ordentlich investiert werden!!!!!

#4 -

Heike Conrad | Sa., 24.10.2020 - 08:43
Wir gehören zu der risikopatienen mein Sohn selber ist auch lungenkrank ich finde es menschenunwürdig den Kinder das zuzumuten ich will mein Sohn es nicht antun da soll frau gebauer mal drüber nachdenken wie gesundheitsschädlich das ist die armen kinder ich finde es echt traurig

#5 -

Mutti | Sa., 24.10.2020 - 10:12
Ihr Lieben,

wie tief ist unsere Gesellschaft gesunken! Wenn offene Kitas und Grundschulen die Qualität des Lebens unserer Kinder ausmachen????

Hey, Familien, Ihr seid die Institution, die für das Wohl unserer Kinder in der Pflicht stehen. Lasst Euch das nicht ausreden! Seid da für das Wohl Eurer Kinder!

Wenn unser Staat es nicht schafft Schulen und Kitas zu sicheren Orten zu machen, dann und genau dann JETZT seid Ihr in der Pflicht!!!

Schaut in den Spiegel: Ihr seid wertvoll!

Bleibt gesund und seid gesegnet!

#7 -

Heike Hammer | Sa., 24.10.2020 - 18:57
Meine Tochter hat immer noch Angst am Anfang der Pantemie ist von allen Seiten gekommen KINDER SIND DIE SUPERANSTECKER. Ja nicht in die Nähe von Gefährteten kommen. Was tut man unseren Kindern nur an. Kinder und Senioren sind die LEIDTRAGENSTEN dieser Pantemie . Wir müssen mit Corona leben. Diese Ängste die einen eingeredet werden, das ist so schlimm. Schlimmer als Corona selber. Die Schulen müssen offen bleiben. Es muss weiter gehen auch mit Corona. Unsere Kinder sind unsre Zukunft und leiden schon genug.

#9 -

Besorgte Mutter | Sa., 24.10.2020 - 22:30
Die Masken Pflicht war immer da. Es ist gar keine neue oder harte Maßnahme. In Pausen toben die Kinder rum oder essen am selben Tisch in Gruppen-Was soll da eine Maskenpflicht bringen?

Wir haben uns seit Anfang der Pandamie streng an die Regel gehalten, da die ganze Familie zur Risikogruppe gehört. Aber wenn die Kinder jeden Tag in Schule müssen, viele zum Teil verschiedene Leute treffen und dazu im kalten Zimmer bleiben wo sie sich erkälten werden. Es macht keinen Sinn wenn sich keiner in der Schule an die Regeln hält,bringt es auch nichts die Regeln irgendwo anders einzuhalten.

Einerseits ...

#10 -

Jan-Martin Wiarda | Sa., 24.10.2020 - 22:34
Liebe Leserinnen und Leser,
ich freue mich immer über offene und kritische Kommentare, aber bitte immer unter Einhaltung der Netiquette und nicht herabwürdigend im Ton gegenüber Dritten. Deshalb bedaure ich sehr, dass ich unter diesem Beitrag einige Kommentare leider nicht freischalten kann. Wenn Sie als Autor/in dies für einen Irrtum meinerseits halten, melden Sie sich bitte bei mir per Mail.

Besten Dank für Ihr Verständnis
Ihr Jan-Martin Wiarda

#11 -

Miss C | So., 25.10.2020 - 00:11
Guten Abend, ich vermisse immer die Richtlinien für Schulbegleiter. In der letzten Verordnung wurden wir als Tandem (Begleiter +Schützling) gesehen und die AHA Regeln waren nicht relevant. Wie sieht es nun aus? Wo findet man Konzepte?

#12 -

Martin Marohn | So., 25.10.2020 - 12:41
Schade, daß dieser Blog zu wichtigen Punkten der aktuellen Bildungspolitik inzwischen auch von bestimmten Leuten "entdeckt" wurde, die unbedingt ihren Kommentar anbringen müssen (vgl. auch ZON etc.). Manches wäre ja noch erträglich, wenn man sich um eine korrekte Schreibweise bzw. Grammatik bemühen würde.

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