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Wir wollen keine normale medizinische Fakultät

Brandenburgs Landesregierung hat die Gründung einer Medizin-Universität beschlossen. Bezahlt wird größtenteils mit Kohlegeldern. Was die neue Hochschule einzigartig machen soll und was sie zu den Sorgen der anderen Hochschulen in Brandenburg sagt: Wissenschaftsministerin Manja Schüle im Interview.

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Artikelbild: Wir wollen keine normale medizinische Fakultät

Manja Schüle (SPD) ist seit 2019 Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg. Foto: Karoline Wolf.

Frau Schüle, am heutigen Dienstag hat die Brandenburger Landesregierung offiziell beschlossen, eine eigenständige medizinische Universität in Cottbus zu gründen. Zufrieden?

Ja, sehr. Und dankbar. Das war ein echter Kraftakt. Wir haben den anderen Landesministerien in den vergangenen Wochen viel zugemutet. Aber wir haben ja auch einen sehr ambitionierten Zeitplan: Bis Ende des Monats muss das Konzept beim Wissenschaftsrat sein. Und das schaffen wir.

Warum haben Sie mit dem Plan einer eigenen Universität bis heute so hinterm Berg gehalten?

Aus Gründen der Fairness. Das ist ja nicht mein Privatprojekt, sondern eine Sache der gesamten Landesregierung. Ich glaube, ich kenne mich in der Wissenschaftspolitik ein bisschen aus. Aber in steuer- und tarifrechtlichen Fragen muss ich mich auf die Kompetenzen anderer Ressorts verlassen.

Warum aber eine eigene Universität, wenn es doch in Cottbus bereits die BTU gibt, deren Präsidentin Gesine Grande für ...

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Kommentare

#1 -

Dr. Dieter Höl… | Mi., 22.03.2023 - 17:15
Ich finde es sinnvoll, dass BB die Fehler der ersten Regierungszeit beseitigt, als man sich auf Berlin verließ, das Medizin ebenso wie Teile der Lehrkäftebildung übernehmen wollte/sollte. Angesichts des NC in der Medizin und der fehlenden Ärzte ist es sinnvoll, dass jedes Land seine eigene medizinische Ausbildung durchführt. Gerade auch, um sowohl die ausgebildeten Mediziner:Innen als auch die Forschung in der Region zu haben. Die Lausitz ist weit genug von Dresden, Leipzig und Berlin entfernt. Sinnvolle Anlage des Geldes aus dem Ende der Braunkohle. Das muss die Landesregierung jetzt nur ordentlich den Menschen erklären.

#2 -

Leander K | Do., 23.03.2023 - 15:43
Ich verstehe die Gründung einer Medizin-Fakultät in Cottbus, jedoch kann ich das argument warum es eine eigene Universität werden soll nicht nachvollziehen. Ich sehe immer etwas eine Distanz und Isolation zwischen mehreren Hochschulen an einem gleichen Standort. Will da jemand sein eigenes reich aufbauen?

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