Analog durchs Lehramtsstudium
Die meisten angehenden Pädagogen werden so auf ihren Beruf vorbereitet, als hätte es die Digitalisierung nie gegeben, meldet der neue "Monitor Lehrerbildung".

DIE ERGEBNISSE SIND ERNÜCHTERND. Während alle von Digitalisierung reden, ist es an Deutschlands Hochschulen vielerorts immer noch möglich, ein Lehramtsstudium abzuschließen, ohne darin auch nur einmal mit dem Thema digitale Medien in Berührung gekommen zu sein. Zwar sieht etwa die Hälfte der befragten 63 Hochschulen Lehrveranstaltungen zum sinnvollen Einsatz digitaler Medien vor, aber nur in einzelnen Lehramtsfächern. Die Anzahl der Hochschulen, die in allen ihren Lehramtsfächern verpflichtende Kurse vorsehe, liege im einstelligen Bereich, berichten die Autoren des alle zwei Jahre erscheinenden " Monitors Lehrerbildung ", der diesem Blog exklusiv vorab vorliegt. Und das gelte für sämtliche angebotene Lehramtstypen, von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.
Die Erkenntnisse der Studie sind umso frappierender, wenn man ihren Kontext bedenkt. Ende 2016 haben die Kultusminister der Länder in ihrer Strategie "Bildung in der digitalen Welt" einen ehrgeizigen formuliert: Niemand soll künftig die Schule verlassen, ohne die grundlegenden Fähigkeiten erworben zu haben, die er oder sie im Zeitalter der Digitalisierung braucht. Dieses allgemein klingende Ziel haben die Kultusminister mit sechs konkreten Kompetenzfeldern und einem Zieljahr versehen: Vom Schuljahr ...
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Kommentare
#1 - Wenn die Unis hier zu wenig machen, ist das Referendariat…
#2 - Klar, die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet…
Eine Reihe Professoren kommen nicht mit der Technik einfachsten Technik klar. Bei Berufungsvorträgen für eine Juniorprofessur waren hauptsächlich hervorragende Promovierte aus angesehenen ...
#3 - So ganz neu ist das Problem ja nicht. Ich kann mich gut…
Als Analogie dazu, müsste man die Schulen also wohl erst mal mit "internetfähigen Schreibmaschinen" ausstatten, damit die Lehrer die Technik nutzen, was aber natürlich ...
#4 - Was für ein grammatikalisches und inhaltliches…
Intendiertes Fazit des Beitrags scheint wohl zu sein: es gibt Vollprofessoren (sic!), die Schwierigkeiten haben, einen Beamer und einen Laptop anzuschliessen, und daraus folgt, dass es mit der Ausbildung in digitalen Medien im Universitätsbereich nicht klappen kann.
Der 'Studi' schein Professoren mit technischen Angestellten zu verwechseln.
Immerhin ist das ein schönes Beispiel dafür, auf welchen
Niveau die Debatte zur Digitalisierung im Bereich Lehre derzeit abläuft.
#5 - @tmg: Da habend sich beim tatsächlich eine Reihe Fehler…
Wenn Sie mögen versuche ich es erneut. Die Professoren auf W3 Besoldungsstufe nennen wir in Mannheim umgangssprachlich Vollprofessoren, da sie im Gegensatz zu den Juniorprofessoren unbefristete Stellen haben. Die Begrifflichkeit kommt wohl aus den USA wo man vom Assistant, Associate und Full Professor spricht. Diese Vollprofessoren sind es, die das Curriculum erarbeiten und die meisten Vorlesungen halten. Wenn dieses wichtige Lehrpersonal nun den Umgang mit digitalen Medien selbst nicht beherrscht, fällt deren Lehre analog aus. Technische Angestellte lehren in Mannheim übrigens nicht.
Ist die "Ausbildung in ...
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